Glossar

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Hier finden Sie Begriffserklärungen für Ihr Finanzwissen.

Begriffe zum Thema Finanzmarktforschung

Moderne Portfoliotheorie

Die sogenannte Moderne Portfoliotheorie ist eine Theorie, die Investoren dabei helfen soll, für ein bestimmtes Maß an Risiko die Portfoliorendite zu maximieren oder das Risikoniveau für eine bestimmte gewünschte Rendite zu minimieren.

Die Theorie wurde in den Fünfziger Jahren von Harry M. Markowitz entwickelt und fußt auf der Aussage, dass höhere Renditen stets nur im Gegenzug für höhere Risiken erreicht werden können. Ein wesentliches Konzept der Theorie ist der sogenannte Effiziente Rand, auf dem sich alle optimalen Portfolios befinden, also jene Portfolios, die für ein gegebenes Risikomaß die maximal mögliche Rendite erwirtschaften. Zudem besagt die Theorie, dass sich unsystematisches Risiko durch Diversifikation eliminieren lässt.

Effizienter Rand

Mit dem Begriff effizienter Rand wird in der modernen Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz die Kurve beschrieben, auf der alle effizienten Portfolios liegen. Dabei wird Effizienz dadurch definiert, dass für ein bestimmtes Risikoniveau (gemessen über die Standardabweichung) kein höheres Renditeniveau erzielt werden kann.
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Martingal

In der Wahrscheinlichkeitstheorie beschreiben Martingale einen stochastischen Prozess, bei dem die Kenntnis der bisherigen Ereignisse/Beobachtungen keinen Aufschluss darüber gibt, welchen Wert eine Variable als nächstes annehmen wird. Dadurch entspricht der Erwartungswert für die nächste Beobachtung dem von der Variable zuletzt angenommenen Wert. Sogenannte „Random Walks”, also zufallsverteilte Prozesse, sind ein Beispiel für Martingale.

Der Begriff Martingal beschreibt ursprünglich eine Strategie aus dem Glücksspiel: ein Spieler gewinnt ein Spiel, sobald der Ausgang eines Münzwurfs „Kopf” ist und verliert das Spiel wenn der Ausgang „Zahl” ist. Falls der Spieler die Martingal-Strategie anwendet, würde er bei jeder verlorenen Wette seinen Einsatz verdoppeln, um somit durch lediglich einen Gewinn den ursprünglichen Einsatz und alle Verluste wettzumachen. Das Konzept der Martingale wurde von Paul Lévy im Jahre 1934 in die Wahrscheinlichkeitstheorie eingeführt.

Die Kapitalmarktforschung hat ergeben, dass Renditeverläufe Martingale sind, und somit heutige Kursgewinne oder -verluste keinen Aussagegehalt in Bezug auf die zu erwartende morgige Kursentwicklung haben. Für Marktrisiken ist dies dagegen nicht der Fall, was sich Scalable Capital bei seiner Portfolioallokation zunutze macht.

Normalverteilung

Die Normalverteilung ist eine symmetrische Wahrscheinlichkeitsverteilung. Sie repräsentiert die Verteilung einer Zufallsvariablen in Form einer Glockenkurve, wobei die genaue Form durch den Erwartungswert und die Standardabweichung festgelegt ist. Die Normalverteilung wird oft nach dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß als Gaußsche Normalverteilung bezeichnet. Sie wird in der Natur- und Wirtschaftswissenschaft häufig für die Beschreibung der Abweichungen von Messwerten vieler Vorgänge vom Mittelwert eingesetzt.

Die folgende Grafik zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung gemäß der Normalverteilung auf, wobei die Fläche die kumulierte Wahrscheinlichkeit für bestimmte Wertintervalle angibt. Gemäß der Normalverteilung liegen jeweils ungefähr 68,3 % der Realisierungen im Intervall des Erwartungswerts (µ) ± der einfachen Standardabweichung (σ), 95,4 % im Intervall µ ± 2σ und 99,7 % im Intervall µ ± 3σ.
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