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Börsenlexikon: Teil 1

Fachbegriffe aus der Finanzwelt einfach nachschlagen und schnell verstehen mit dem Börsenlexikon von Scalable Capital - Teil 1. Alle weiteren Buchstaben finden Sie in Teil 2 und Teil 3.

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  • Abgeltungssteuer

    Auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne sind Steuern zu zahlen. Dies geschieht über die Abgeltungssteuer. Diese ist eine Quellensteuer , die das auszahlende Institut (z.B. Vermögensverwalter, Bank, Fondsmanager oder Versicherung) direkt an das Finanzamt abführt. Die Abgeltungsteuer beträgt in Deutschland aktuell 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
    Die Abgeltungsteuer für Kapitalerträge wird nicht fällig, wenn man dem jeweiligen Institut einen Freistellungsauftrag erteilt und den persönlichen Sparer-Pauschbetrag von derzeit 1.000 Euro pro Jahr noch nicht ausgeschöpft hat. Freistellungsaufträge können auch unterjährig angepasst werden. (Stand: 2023)

    Aktie

    Wer eine Aktie kauft, wird zum Miteigentümer der Aktiengesellschaft. Damit partizipiert sie oder er am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens – zum einen über die Kursentwicklung der Aktie, zum anderen über Ausschüttungen, die sogenannten Dividenden. Stammaktien sichern Aktionärin oder Aktionär zudem ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung, Vorzugsaktien nicht. Dafür gibt es beim Besitz von Vorzugsaktien meist eine höhere Dividende.

    Aktienrückkauf

    Nicht nur Anlegerinnen und Anleger können Aktien kaufen, auch die Aktiengesellschaft selbst kann ihre eigenen Titel erwerben. Dafür holt sich das Management des Unternehmens vorab von der Hauptversammlung die Erlaubnis. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Unternehmen seine Aktien kauft. Zum Beispiel, um sich vor einer Übernahme zu schützen. Generell stützt die Maßnahme den Kurs, weil das Angebot der frei handelbaren Anteile dadurch knapper wird.

    Altersvorsorgedepot

    Das Altersvorsorgedepot wird als staatlich gefördertes Produkt der privaten Altersvorsorge eingeführt und ersetzt die Riester-Rente. Es ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, steuerlich gefördert und ohne Garantiezwang kapitalmarktbasiert für das Alter vorzusorgen und von höheren Renditechancen zu profitieren. Der Start des Altersvorsorgedepots ist offiziell zum 1. Januar 2027 vorgesehen.

    Im Altersvorsorgedepot kann das Vorsorgevermögen unter anderem in ETFs, aktiv gemanagte Fonds oder Anleihen investiert werden. Erträge bleiben während der Ansparphase steuerfrei. Bestehende Riester-Verträge können in das neue System überführt werden. Für Einzahlungen bis zu 360 Euro erhalten Sie eine Zulage von 50 Cent. Für weitere Einzahlungen bis insgesamt 1.800 Euro werden 25 Cent pro Euro gewährt; die Zulage beträgt damit maximal 540 Euro pro Jahr. Für Sparer mit Kindern gibt es zusätzlich eine Kinderzulage: Bis zu einem Eigenbeitrag von 300 Euro pro Jahr wird jeder eingezahlte Euro pro Kind vollständig gefördert. So sind weitere 300 Euro pro Kind möglich. Für Personen unter 25 Jahren gibt es zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.

    In der Auszahlungsphase gibt es zudem mehr Flexibilität, etwa durch Auszahlungspläne als Alternative zur lebenslangen Rente.

    Ergänzend gibt es mit der Frühstartrente eine staatliche Förderung für Kinder und Jugendliche.

    Anlageklasse

    Um das riesige Angebot an Wertpapieren und anderen Investments zu strukturieren, werden diese in Anlageklassen eingeteilt. Die wichtigsten sind Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien und Cash. Eine eigene Anlageklasse sind auch Kryptowährungen. Wie man sein Kapital auf die verschiedenen Anlageklassen verteilt, hat großen Einfluss auf das Risiko einer Geldanlage und kann für den Börsenerfolg entscheidender sein als die Auswahl der Wertpapiere innerhalb der Anlageklassen.

  • Bärenmarkt

    Ein Bärenmarkt, auch Baisse genannt, ist eine Periode starker Kursrückgänge. Es gibt zwar keine offizielle Grenze, ab der ein Kursverfall als Baisse eingestuft wird. Doch in der Finanzwelt spricht man üblicherweise ab einem Minus von 20 Prozent von einem Bärenmarkt. Die heftigsten Bärenmärkte gab es in der Finanzkrise (2007 – 2009), der Dotcomkrise und in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. Das Gegenteil des Bärenmarktes ist der Bullenmarkt.

    Bonus-Zertifikate

    Ein Bonus-Zertifikat zahlt am Ende der Laufzeit einen Bonusbetrag zurück, wenn eine bestimmte Barriere während der gesamten Laufzeit durch den Kurs des Basiswertes nicht berührt oder unterschritten wurde.

    Börsengang / IPO (Initial Public Offering)

    Ein Börsengang, auch Initial Public Offering (IPO) genannt, bezeichnet den erstmaligen Verkauf von Aktien eines Unternehmens an die Öffentlichkeit. Durch den Börsengang wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und erhält Zugang zu Kapitalmärkten, um zusätzliche finanzielle Mittel für Wachstum und Expansion zu beschaffen. Das Unternehmen entscheidet selbst wie viele Aktien es zum Verkauf stellen möchte und eine Investmentbank schlägt auf Basis der erwarteten Nachfrage den Startkurs der Aktie vor.

    Broker

    Ein Broker – zu Deutsch: Wertpapiermakler – wickelt Kauf- und Verkaufsaufträge ab. Über einen Broker wie den Scalable Broker lassen sich per Smartphone-App oder über den Web-Zugang Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien, ETFs, Rohstoff-ETCs oder auch Derivate handeln.

    Bullenmarkt

    Das Gegenteil des Bärenmarktes ist der Bullenmarkt, auch Hausse genannt. Dabei steigen die Kurse über einen langen Zeitraum. Bullenmärkte dauern meist länger als Bärenmärkte. Bärenmärkte fallen dafür oft heftiger aus.

  • Co-Investments

    Bei einem Investment in Private Equity (PE) sind General Partners (GPs) für die Investmententscheidungen und die Entwicklung der Portfoliounternehmen verantwortlich. Limited Partners (LPs) stellen das notwendige Kapital zur Verfügung und zahlen diese in einen Fonds bzw. eine Limited Partnership ein. So die klassische Struktur von Private Equity.

    Ein Co-Investment ist eine besonders exklusive Investmentform, bei der Investierende neben dem PE-Fonds bzw. der Limited Partnership zusätzlich und direkt in die Portfoliounternehmen investieren können. In der Regel sind Co-Investments ausgewählten Vermögenden mit einem entsprechenden Netzwerk vorbehalten. Co-Investments bieten günstigere Konditionen beim Zugang zu den Portfoliounternehmen, beispielsweise zahlen sie nicht die Verwaltungskosten und Gewinnbeteiligung der Limited Partnership.

    Co-Investments ermöglichen ein Investment in Private Equity auf Augenhöhe mit anderen großen professionellen Investoren und mit der Expertise von namhaften Private-Equity-Gesellschaften. Sie stellen somit eine attraktive und zunehmend relevanter werdende Investitionsform neben der klassischen Limited Partnership dar.

    Mithilfe von ELTIFs können Anlegende ab sofort auch mit kleineren Vermögen Zugang zu Co-Investments erlangen. Mehr zu ELTIFs im Scalable Broker finden Sie hier.

  • Derivate

    Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich nach der Kursentwicklung seines Basiswertes („Underlying“) richtet. Basiswerte können zum Beispiel Aktien, Anleihen, Indizes, Zinsen, Rohstoffe oder Devisen sein. Zu Derivaten zählen Futures, Swaps, Optionen oder Zertifikate. Derivate lassen sich zur Absicherung von Kursverlusten einsetzen oder zur Spekulation.

    Discount-Zertifikate

    Bei Discount-Zertifikaten kaufst Du einen Basiswert mit einem Preisnachlass. Bei Kursanstieg ist Deine Beteiligung am Gewinn dafür aber auf ein bestimmtes Maß begrenzt. Dieses Zertifikat eignet sich daher speziell für seitwärts tendierende Märkte.

    Diversifikation

    Diversifikation bedeutet, das Risiko bei der Geldanlage zu streuen. Sinnbildlich dafür steht der Spruch: Nie alle Eier in einen Korb legen. Praktisch bedeutet das, Vermögen etwa auf verschiedene Anlageklassen und/oder Regionen zu verteilen, um das Gesamtrisiko des Portfolios zu mindern. Dann kann der Verlust eines Investments durch den Gewinn eines anderen zumindest teilweise ausgeglichen werden.

    Dividende

    Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionärinnen und Aktionäre ausbezahlt wird. Hierzulande werden Dividenden meist jährlich ausgeschüttet, in den USA eher quartalsweise. Die Höhe der Dividende wird auf der Hauptversammlung des Unternehmens festgelegt.

    Doppelbesteuerungsabkommen

    Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sind völkerrechtliche Verträge zwischen zwei Staaten, die regeln, welchem Staat das Besteuerungsrecht für bestimmte Einkünfte zusteht. Ziel ist es, zu vermeiden, dass dieselben Einkünfte bei derselben Person mehrfach durch vergleichbare Steuern belastet werden.

    Ein DBA legt fest, ob Einkünfte im Wohnsitzstaat, im Quellenstaat oder anteilig in beiden Staaten besteuert werden dürfen. Dabei kommen – je nach Abkommen – unterschiedliche Methoden zum Einsatz, zum Beispiel die Freistellungsmethode oder die Anrechnungsmethode. Deutschland hat mit vielen Ländern entsprechende Abkommen abgeschlossen, der konkrete Inhalt unterscheidet sich je nach Vertrag. Eine vollständige Übersicht bietet das Bundesministerium der Finanzen online an.

    Für Anlegende sind DBA vor allem dann relevant, wenn sie ausländische Kapitalerträge wie Dividenden oder Zinsen erhalten. Sie bestimmen, in welchem Umfang ausländische Quellensteuern auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden können.

  • €STR (Euro Short-Term Rate)

    Der €STR (Euro Short-Term Rate) ist ein von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichter Referenzzinssatz, der die Kosten misst, zu denen Banken im Euroraum unbesicherte Gelder über Nacht von anderen Finanzinstituten aufnehmen können. Er basiert auf tatsächlich durchgeführten Transaktionen und bietet eine transparente sowie verlässliche Abbildung der durchschnittlichen unbesicherten Übernacht-Finanzierungskosten im Großhandelsmarkt. Der €STR wird täglich veröffentlicht und gibt somit stets einen aktuellen Indikator für das durchschnittliche Zinsniveau am Interbankenmarkt. Dieser Referenzzinssatz spielt eine zentrale Rolle bei der Preisbildung verschiedener Finanzinstrumente, wie Tagesgeld, Swaps oder variabel verzinste Anleihen.

    ELTIF (European Long-Term Investment Fund)

    Ein ELTIF ist eine Art von Investmentfonds, der Kapital in langfristige realwirtschaftliche Investitionen auf dem Privatmarkt lenkt. Beispiele dafür sind Infrastrukturprojekte, Immobilien, private Kredite und private Beteiligungen (Private Equity) an in der Regel kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die nicht an der Börse notiert sind. ELTIFs werden von der Europäischen Union reguliert und sollen Anlegenden die Möglichkeit bieten, in langfristige Vermögenswerte zu investieren, die potenziell höhere Renditen bieten, aber auch mit höheren Risiken und längeren Anlagehorizonten verbunden sein können.

    ELTIFs stehen sowohl Kleinanlegenden als auch Profis zur Verfügung. Dabei kann es Mindestanlagebeträge geben und die Liquidität ist im Vergleich zu anderen Investmentfonds in der Regel geringer. ELTIFs können sich ausschließlich auf Infrastruktur, Immobilien, private Kredite und privates Beteiligungskapital konzentrieren oder in eine Mischung aus diesen Bereichen investieren.

    Emittent

    Der Begriff „Emittent“ leitet sich von dem lateinischen Wort „emittere“ ab, was soviel wie „aussenden, herauslassen“ bedeutet. Im Bereich des Finanzwesens und Kapitalmarktes bezeichnet er den Herausgeber von Wertpapieren, Finanzprodukten und vergleichbaren Urkunden. Unternehmen, Banken, Staaten oder andere emissionsberechtigte Körperschaften können als Emittenten auftreten - so ist beispielsweise eine typische Aktien-Emission der Börsengang eines Unternehmens. Durch die Emission von Wertpapieren beschafft sich der Emittent je nach gewählter Emissionsform Eigen- oder Fremdkapital: Werden Aktien ausgegeben, so handelt es sich um eine Eigenkapitalerhöhung; werden Anleihen emittiert, wächst das Fremdkapital.

    ETF (Exchange Traded Fund)

    ETFs sind Investmentfonds, die direkt an der Börse gehandelt werden und die Wertentwicklung eines Index wie des DAX oder des S&P 500 nachbilden. Es gibt auch ETFs auf Anleihen-, Rohstoff- und Immobilienindizes. Die Verwaltungsgebühr von ETFs ist in der Regel günstiger als die von klassischen aktiv verwalteten Fonds. Beim Kauf von ETFs fällt kein Ausgabeaufschlag an.

  • Faktor-Zertifikate

    Durch den Kauf eines Faktor-Zertifikats wirst Du an der Preisentwicklung eines Basiswertes beteiligt. Dabei erfolgt Deine Beteiligung nicht 1:1, sondern je nach festgelegtem Faktor überproportional.

    Fonds

    Ein Investmentfonds ist ein aus Wertpapieren (z. B. Aktien oder Anleihen) bestehendes Sondervermögen, das durch eine Investmentgesellschaft für die Anlegenden verwaltet wird. Dabei wird das Geld in eine oder mehrere Anlageklassen investiert. Da es sich um Sondervermögen handelt, ist das Fondsvermögen geschützt, falls die Investmentgesellschaft in Konkurs geht. Es fällt dann an die Anlegerinnen und Anleger zurück.

    Freistellungsauftrag

    Ein Freistellungsauftrag ermöglicht es Anlegenden, den Sparer-Pauschbetrag direkt bei ihrer Bank oder ihrem Vermögensverwalter geltend zu machen. Liegt ein Freistellungsauftrag vor, behält das Institut die Abgeltungsteuer auf anrechenbare Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder realisierte Kursgewinne bis zur Höhe des verfügbaren Freibetrags nicht ein.Anlegende mit Konten oder Depots bei mehreren Instituten können ihren Freistellungsauftrag auf die verschiedenen Anbieter aufteilen, basierend auf Anlagebeträgen und erwarteten Erträgen. Obwohl es auch möglich ist, die einbehaltene Steuer über die Einkommensteuererklärung zurückzufordern, verzögert dies die Reinvestition und somit potenzielle Erträge.Nicht ausgeschöpfte Freibeträge können nicht auf das nächste Jahr übertragen werden. Freistellungsaufträge können jederzeit während des Jahres angepasst werden.

    Frühstartrente

    Die Frühstartrente ist ein geplantes staatliches Förderinstrument für Kinder und Jugendliche und ergänzt die Reform der privaten Altersvorsorge. Ziel ist es, frühzeitig ein Startkapital für eine kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen.

    Für Kinder ab dem sechsten Lebensjahr soll der Staat monatlich 10 € in ein individuelles, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlen.

    Mit der Volljährigkeit soll das Depot nahtlos an das steuerlich geförderte Altersvorsorgedepot anknüpfen. Die Erträge sollen bis zum Renteneintritt steuerfrei bleiben. Die Einführung der Frühstartrente ist ab 1. Januar 2027 rückwirkend zum 1. Januar 2026 geplant. (Stand: Eckpunktepapier, Dezember 2025.)

  • Garantie-Zertifikate

    Garantie-Zertifikate, auch Kapitalschutz-Zertifikate genannt, sind so aufgebaut, dass Du Dein eingesetztes Kapital am Ende der Laufzeit zurückbekommst. Zusätzlich profitierst Du von möglichen Kursgewinnen – jedoch in einem begrenzten Rahmen.

    Geld-Brief-Spanne

    Mit dem Briefkurs wird der Kurs bezeichnet, zu dem jemand seine Wertpapiere verkaufen will. Der Geldkurs steht für den Preis, zu dem jemand bereit ist, zu kaufen. Mit der Geld-Brief-Spanne oder Spread bezeichnet man dementsprechend die Differenz zwischen den gebotenen Kauf- und Verkaufskursen.

    Geldmarktfonds

    Unter Geldmarktfonds versteht man eine Art von Investmentfonds, die in kurzfristige und vergleichsweise sichere Geldmarktinstrumente investiert. Zu diesen Instrumenten gehören Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, sogenannte Schatzwechsel und Banken-Zertifikate.

    Geldmarktfonds bieten in der Regel eine recht hohe Liquidität, da Anlegende jederzeit Anteile kaufen oder verkaufen können. Sie gelten zudem als relativ risikoarm, da sie in hochwertige und kurzfristige Anlagen investieren. Die Renditen sind dementsprechend in der Regel aber niedriger als bei Aktien oder Anleihen. Die Erträge stammen aus den Zinsen der zugrunde liegenden Wertpapiere.

    Diese Fonds haben oft niedrigere Verwaltungsgebühren im Vergleich zu anderen Fondsarten, da sie in weniger volatile Instrumente investieren. Sie gelten als geeignet für Anlegende, die ihr Kapital schützen und gleichzeitig eine gewisse Rendite erzielen möchten. Außerdem eignen sie sich als eine Art Zwischenablage, während man auf andere Chancen zur Investition der verfügbaren Mittel wartet.

    Grundfreibetrag

    Der Grundfreibetrag ist der Teil des Einkommens, der in Deutschland steuerfrei bleibt. Er soll sicherstellen, dass das Existenzminimum – also das Geld, das mindestens zum Leben benötigt wird – nicht besteuert wird.

    Im Jahr 2025 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 € für Ledige und 24.696 € für Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartner. Einkommen oberhalb dieses Betrags muss versteuert werden. Der Freibetrag wird bei der Steuerberechnung automatisch berücksichtigt. Anspruch darauf haben alle Steuerzahlenden, unabhängig davon, ob sie Arbeitnehmende, Selbständige, Rentnerinnen und Rentner, Studierende oder Auszubildende sind.

    Der Grundfreibetrag wird regelmäßig an das Existenzminimum angepasst, wobei auch die Inflation berücksichtigt wird. Daneben gibt es weitere Freibeträge wie den Kinderfreibetrag und den Sparer-Pauschbetrag, der speziell für Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne aus Aktien und Fonds gilt. (Stand: 2026)

  • Hybrid replizierende ETFs

    Hybrid replizierende ETFs (Exchange Traded Funds) bilden ihren Index sowohl mit physischen als auch synthetischen ETF-Bestandteilen ab. Im physischen ETF-Anteil werden die Einzelwerte gemäß ihrer Gewichtung im abzubildenden Index gekauft. Im synthetischen ETF-Anteil wird die Performance der Index-Einzelwerte über sogenannte Total Return Swaps abgebildet. Dabei handelt es sich um Tauschgeschäfte, bei denen ein Finanzdienstleister die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index garantiert. Mit der hybriden Replikation lassen sich manche Indizes, wie beispielsweise der MSCI All Country World Index (ACWI), deutlich effizienter abbilden. Aufgrund von Steuervorteilen bei US-Aktien besteht sogar die Möglichkeit, eine Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex zu generieren. Auch für die Abbildung des chinesischen Aktienmarkts kann ein synthetischer ETF-Bestandteil vorteilhaft sein. Gerade die an den Festlandbörsen Shenzhen und Shanghai notierten A-Aktien lassen sich synthetisch oftmals günstiger abbilden.

    Neben hybride replizierenden ETFs gibt es auch physisch und synthetisch replizierende ETFs.

  • Index

    Ein Index ist so etwas wie das Barometer der Börse. Er spiegelt die Entwicklung einer Vielzahl von Wertpapieren wider, die an der Börse gehandelt werden. Die bekanntesten Indizes sind Aktienindizes, zum Beispiel der S&P 500 oder der DAX. Man unterscheidet hier zwischen Kurs- und Performance-Indizes. Kursindizes geben nur die Kursänderungen der zugrunde liegenden Aktien wieder. Dagegen fließen bei Performance-Indizes auch die Dividenden in den Indexstand ein. Der DAX ist der prominenteste Aktienindex in Deutschland, ein Performance-Index aus den 40 wichtigsten Aktien am deutschen Aktienmarkt. Indizes gibt es auch für andere Anlageklassen wie Anleihen oder Rohstoffe.

Image | Magazine Author | Scalable Capital

Scalable Capital

Scalable Capital ist ein führendes Fintech in Europa, das Menschen und technologiebasierte Geldanlage zusammenbringt. Scalable Capital bietet eine digitale Vermögensverwaltung sowie einen Broker mit Trading-Flatrate. In der digitalen Vermögensverwaltung erstellt und verwaltet das Unternehmen für seine Kundinnen und Kunden global diversifizierte ETF-Portfolios mit auf Wunsch nachhaltigen Anlagestrategien. Der Broker ermöglicht es Kundinnen und Kunden, Aktien, ETFs, Kryptowährungen, Fonds und Derivate selbst zu handeln sowie Sparpläne abzuschließen.