Was ist ein Robo-Advisor?

Die Bezeichnung Robo-Advisor setzt sich aus den englischen Wörtern Robot (Roboter) und Advisor (Berater) zusammen. Robo-Advisor nutzen einen systematischen, größtenteils automatisierten Prozess, um mehr Menschen Zugang zu einer professionellen Vermögensverwaltung zu geben und gleichzeitig Anleger vor emotional getriebenen und daher suboptimalen Anlageentscheidungen zu schützen. Häufig übernimmt ein Algorithmus die Erstellung und die laufende Überwachung und Anpassung der Portfolios. Durch die Automatisierung vieler Prozesse können zudem Gebühren gesenkt, Effizienzen gesteigert, sowie die Kundeninteraktion durch eine einfache, digitale Benutzeroberfläche verbessert werden. Dies führt auch zu mehr Transparenz bei der Geldanlage sowie deutlich geringeren Mindestanlagebeträgen für ein komplett verwaltetes Kapitalmarktportfolio. Weitere Statistiken über Robo-Advice gibt es auf dieser Seite.

Aufgrund niedriger Gebühren und Mindestanlagesummen im Vergleich zur traditionellen Vermögensverwaltung erfreuen sich Robo-Advisors zunehmender Beliebtheit. So soll sich das Anlagevolumen in Deutschland Prognosen zufolge bis zum Jahr 2023 beispielsweise um 41.9 Prozent jährlich erhöhen.

Durch Robo-Advisors verwaltetes Vermögen

Robo Advisor Assets Graph

€ 42,2

2015

€ 87,9

2016

€ 410,4 *

2022
*Predicted

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Statistiken über Robo-Advice

Auf dem globalen Markt werden bereits mehr als 100 Milliarden Dollar online [durch Robo-Advisor] verwaltet. Bis 2020 dürften es mehr als acht Billionen Dollar sein.

BI Intelligence

Der Bedarf für digitales Geldmanagement ist zweifellos vorhanden. In den USA wünschen sich schon 75 Prozent der Broker- und Bankkunden den Rat vom Robo-Advisor. Auch in Deutschland jagen diese digitalen Vermögensverwalter den etablierten Finanzinstituten Kunden ab, zudem helfen sie vielen Sparern, die bisher vor der Geldanlage auf eigene Faust zurückschreckten, beim Weg an den Kapitalmarkt. Die sogenannten "Robos" helfen Anlegern auch, bei der Investition von Geld weniger emotional gesteuert zu agieren und Risiken besser in den Griff zu bekommen. Diese Vorzüge kommen gut an.

Turquoise Line

Die Fintech-Revolution

Finanztechnologie (Fintech) setzt neue Maßstäbe. Das belegt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young). 43 Prozent der Teilnehmer gaben an, der wichtigste Grund für die Nutzung eines Fintech-Angebots sei die Leichtigkeit der Kontoeröffnung. Auf Platz zwei der Hauptgründe folgten die attraktiven Gebühren der jungen Unternehmen. Sie wurden von 15 Prozent der Teilnehmer genannt. Hinzu kommt noch, dass Fintech-Kunden rund um die Uhr und von überall auf ihr Geld zugreifen können: ein Smartphone und eine Internetverbindung, mehr braucht es dazu nicht.
Eine neue Form der Transparenz schaffen die Fintechs damit auch. So weisen etwa viele Robo-Advisor ihre Gebühren lückenlos, leicht verständlich und prominent auf ihrer Webseite aus, anstatt sie verklausuliert im Kleingedruckten zu verstecken. Und sie gewähren dem Anleger jederzeit und tagesaktuell einen vollständigen Überblick über das Portfolio und die bezahlten Gebühren – ein Service, den man bei klassischen Fondsgesellschaften oftmals vermisst.

Unkompliziert, günstig, anders

Wichtigste Gründe für die Nutzung von Fintech-Angeboten (in % der Nennungen)

Einfach ist spitze

6 Mythen über Robo-Advisor

  1. Robo-Advice eignet sich nur für Millennials
    Die Kunden von Scalable Capital sind bei Weitem nicht nur Millennials. Sie kommen aus allen Altersklassen und legen zum Teil hohe Beträge bei dem digitalen Vermögensverwalter an.


  2. Das Vermögen wird von einem Roboter verwaltet, den keiner kontrolliert
    Das Anlagemodell wurde von Menschen entwickelt und wird ständig von Menschen geprüft. Bei Scalable Capital übernimmt die Software allerdings Aufgaben, bei denen der Computer besser ist als der Mensch – etwa das Auswerten riesiger Datenmengen oder das Ermitteln von Portfoliorisiken.


  3. Aktive Fondsmanager können Chancen und Risiken besser einschätzen
    Aktive Fondsmanager versuchen eine bessere Rendite als der Gesamtmarkt zu erzielen. Studien zeigen aber immer wieder, dass über einen längeren Zeitraum kaum ein Fondsmanager seinen Vergleichsindex schlägt.


  4. Die Kunden werden mit wenigen Musterportfolios abgespeist
    Robo-Advisory ist individueller als die klassische Geldanlage. Statt nur wenige Standard-Portfolios oder einen einzelnen Fonds anzubieten, können Robo-Advisors genauer auf die Bedürfnisse der Anleger eingehen. Bei Scalable Capital gibt es 23 Risikokategorien und jedes Portfolio wird individuell verwaltet.


  1. „Das kann ich auch für weniger Geld selbst machen”
    Ein ETF-Portfolio selbst zu managen, bedeutet viel Arbeit. Bei der Auswahl geeigneter ETFs sind von steuerlichen Merkmalen bis zu den Kosten zahlreiche Kriterien zu beachten. Zudem muss der Anleger die passende Gewichtung der ETFs im Portfolio finden und entscheiden, wann das Depot umgeschichtet werden soll. Und auch ein selbst gemanagtes Portfolio kann Kosten verursachen, die kaum geringer sind als bei einem Robo-Advisor.

  2. Robo-Advisors sind nur ein Hype
    In den USA verwalten Robo-Advisors bereits mehrere hundert Milliarden Dollar. Auch in Deutschland wächst das verwaltete Vermögen. Robo-Advisors sind somit kein Hype, sondern die Zukunft der Geldanlage.

Artikel über Robo-Advisors & automatisierte Geldanlage

 Irrationales Verhalten bei der Geldanlage

Anleger treffen häufig irrationale Entscheidungen, die auf emotional getriebenen Fehleinschätzungen beruhen. Algorithmen können die Geldanlage automatisieren und eine emotional beeinflusste durch eine datengestützte Entscheidungsfindung ersetzen, was zu einer Kostenreduzierung und Rationalisierung des Prozesses führt.

Robos mischen die Finanzbranche auf

Auch in Deutschland jagen Online-Vermögensverwalter den etablierten Geldhäusern Kunden ab. Für Anleger ist das eine echte Chance. Denn klassische Finanzberater drängen ihnen oft provisionsträchtige Produkte auf. Robos helfen dem Investor auch, bei der Geldanlage die Gefühle auszuschalten.

Deutschland spart sich arm

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister, sind jedoch beim Netto-Geldvermögen ärmer als ihre europäischen Nachbarn. Doch Online-Vermögensverwalter können nun Abhilfe schaffen und Geldanlegern helfen, drei typische Fehler zu vermeiden.

Unsere Antworten auf Ihre Fragen

Was versteht man unter einem „Robo-Advisor"?
 

Der Begriff „Robo-Advisor" wurde von der Presse eingeführt als Sammelbegriff für Firmen, die eine teilweise automatisierte Form der Geldanlage anbieten. In Deutschland umfasst dieser Begriff sowohl Firmen, die reine Finanzanlagenvermittler gemäß § 34f Gewerbeordnung (GewO) sind, als auch Firmen, die als regulierte Vermögensverwalter (Finanzportfolioverwalter) gemäß der strengeren Vorgaben nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) agieren. Insofern besteht ein Unterschied zwischen Firmen, die lediglich eine bestimmte Portfoliozusammensetzung empfehlen und Firmen, die die Geldanlage komplett für ihre Klienten übernehmen.

Sofern es sich bei einem Robo-Advisor also um einen regulierten Vermögensverwalter handelt, kann dieser diskretionäre Anlageentscheidungen für seine Klienten treffen und daher eine umfassende, am Interesse des Kunden ausgerichtete Finanzdienstleistung anbieten. Der Klient beauftragt den Robo-Advisor in diesem Fall mit der Geldanlage im Rahmen vereinbarter Anlagerichtlinien, die das gewünschte Risikoniveau und die Anlageklassen, in die investiert wird, festlegen. Im Rahmen dieser Anlagerichtlinien darf der Robo-Advisor also diskretionäre Anlageentscheidungen treffen und das Portfolio des Klienten entsprechend umschichten, ohne für jede Transaktion jeweils die Genehmigung des Klienten einholen zu müssen.

Robo-Advisor sollten ihren Klienten nicht nur einen komplett papierlosen Anmeldeprozess bieten, der ohne persönlichen Besuch in einer Filiale erledigt werden kann, sondern auch moderne Technologie für eine bessere Verwaltung der Portfolios einsetzen, um ihrem Namen gerecht zu werden und eine echte Innovation im Bereich Vermögensverwaltung anbieten zu können. Die folgende Grafik bietet eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Robo-Advice in Deutschland.

Hierarchy robo-advisors Robo-Advice-LP

Warum spricht die Presse davon, dass Robo-Advisors die Finanzindustrie fundamental verändern werden?
 

Bisher konnten Privatanleger bei der Geldanlage zwischen drei Optionen wählen:

  • Sie konnten sich an ihren Bankberater wenden.
  • Sie konnten ein Wertpapier-Depot eröffnen und selbst in Einzelwerte an der Börse investieren.
  • Sie konnten in aktiv verwaltete Fonds oder passive Indexfonds, sogenannte Exchange-Traded Funds (ETFs), investieren.

Eine vierte Möglichkeit, nämlich das eigene Vermögen professionell von einem Vermögensverwalter anlegen und umschichten zu lassen, stand nur sehr vermögenden Privatinvestoren offen, da der Mindestanlagebetrag hier oft bei einer Million Euro oder mehr lag.

Viele Privatanleger haben die Erfahrung gemacht, dass keine der oben genannten Optionen für sie geeignet ist. Bankberater sind nicht unabhängig, sondern auf die Produkte spezialisiert, die ihr eigenes Haus anbietet. Die Verwaltung eines eigenen Depots ist zeitintensiv und es ist nahezu unmöglich, Informationen so frühzeitig zu erhalten, dass sie nicht schon von anderen Marktteilnehmern, vor allem professionellen Investoren, eingepreist wurden und daher in den aktuellen Kursen bereits reflektiert sind. Zudem ist nur ein Bruchteil der Bevölkerung interessiert am Geschehen an den Finanzmärkten. Aktiv verwaltete Fonds wiederum sind oft so kostspielig, dass sie die erwirtschafteten Renditen signifikant schmälern. Über 85% der aktiven Fondsmanager schlagen ihre eigene Benchmark nicht. Ein Bericht der FAZ kommt zum gleichen Schluss. Somit blieb vielen Anlegern nur noch die Anlage in passive ETFs als Ausweg, denn diese sind kostengünstig und breit diversifiziert. Mehr zum Thema ETFs können Sie in unserer Erläuterung "Was sind ETFs?" nachlesen.

Das Problem: Bei der Anlage in ETFs bleibt die Frage, in welche ETFs ein Anleger investieren soll. In Deutschland können Privatanleger derzeit aus mehr als 2.000 ETFs wählen, die sich in zahlreichen Kriterien unterscheiden: Die Kosten sind unterschiedlich hoch, die ETFs bilden den zugrundeliegenden Index unterschiedlich genau ab, und die steuerlichen Merkmale unterscheiden sich. (Eine Übersicht über die typischen Probleme bei der ETF-Auswahl finden Sie in unserem Blog). Zudem müssen Anleger festlegen, in welchem Verhältnis sie ihr Geld in die verschiedenen ETFs investieren möchten, um ihr Portfolio zu optimieren. „Soll ich stärker in Anleihen oder doch lieber in Aktien investieren?", „welche Regionen sind besonders vielversprechend?", „soll ich einzelne Sektoren übergewichten?": Dies sind nur einige wenige Fragen, die sich stellen. Das Risiko eines ETF-Portfolios kann dazu noch in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation im Zeitablauf stark schwanken.

Ein Robo-Advisor mit BaFin-Erlaubnis als Vermögensverwalter nach §32 Kreditwesengesetz kann Technologie sinnvoll dazu einsetzen, Privatanlegern die Geldanlage komplett abzunehmen. Und das zu geringen Kosten, schon ab einem geringen Anlagebetrag und mit vollständiger Transparenz über das Portfolio und erfolgte Umschichtungen.

Was sind die Vorteile eines Robo-Advisors im Vergleich zu einem eigenständig verwalteten Depot oder professionellen Anlageberatern?
 
  • Niedrige Kosten: Robo-Advisors wie Scalable Capital investieren in passive Indexfonds (ETFs), deren Gebühren niedriger sind als die aktiv gemanagter Fonds. Viele Robo-Advisors, unter anderem Scalable Capital, berechnen keine Performancegebühren, die die Renditen weiter belasten können und bieten stattdessen eine Fixgebühr zzgl. Kosten der Finanzinstrumente (ETFs).
  • Fokus auf Risiken: Viele Privatanleger neigen dazu, mehr auf die Rendite als auf das Risiko zu achten. Jedoch haben Studien über das Verhalten der Kapitalmärkte gezeigt, dass sich Risiken eher prognostizieren lassen als Rendite und eine empirisch fundierte Geldanlage erlauben.
  • Technologie statt Emotionen: Viele Investoren handeln emotional bei der Verwaltung ihres eigenen Vermögens, was dazu führt, dass sie zum falschen Zeitpunkt Wertpapiere kaufen und verkaufen. Robo-Advisors, die über die richtige Technologie verfügen, können stattdessen auf dieser Basis eine komplett datengetriebene, emotionslose Geldanlage sowie ein dynamisches Risikomanagement anbieten, das das Portfoliorisiko über die Zeit möglichst stabil hält. Dies ist z.B. Teil unseres Service bei Scalable Capital.
  • Transparenz: Viele Robo-Advisors bieten ihren Klienten über Online-Plattformen und Apps Zugang zu allen Daten und Informationen, sodass ihre Klienten die aktuelle Portfolioallokation, Performance und ausgeführte Transaktionen jederzeit einsehen können. Bei Scalable Capital können Sie die Performance fast in Echtzeit einsehen.
Für welche Art von Investor ist Robo-Advice geeignet?
 
  • Robo-Advice ist besonders für Smart Professionals mit knapp bemessener Freizeit nützlich: Die Recherche von Informationen zum Thema Geldanlage kann extrem zeitintensiv sein. Robo-Advisors identifizieren mit Hilfe von Technologie geeignete Geldanlagen und eignen sich so besonders für Privatanleger, die wissen, dass sie ihr Geld für den langfristigen Vermögensaufbau investieren müssen, aber nicht laufend neue Anlageentscheidungen treffen wollen.
  • Investitionshorizont: Die Anlage am Kapitalmarkt erfordert generell einen langen Zeithorizont. Wer z.B. nur für ein Jahr investieren möchte, sollte daher idealerweise andere Optionen in Betracht ziehen.
Wie soll ich zwischen verschiedenen Robo-Advisors auswählen, um den für mich richtigen zu finden?
 

Ob ein Robo-Advisor für Sie die richtige Lösung ist, hängt von dem jeweiligen Angebot und Ihren persönlichen Lebensumständen ab. Des weiteren unterscheiden sich Robo-Advisors in den folgenden Dimensionen:

Servicetiefe

  1. Fondsauswahl-Tools: Datenbanken, die Anlegern eine Übersicht über verfügbare Fonds geben. Häufig bieten sie auch Reportingtools und
    -grafiken an.
  2. Anlagevermittler nach § 34f Gewerbeordnung empfehlen ihren Kunden ein standardisiertes Portfolio und vermitteln die Gelder als Makler an Drittfonds weiter. Portfolioanpassungen werden nur vorgeschlagen, der Kunde muss sie selbst veranlassen.
  3. Finanzportfolioverwalter nach § 32 Kreditwesengesetz nehmen eine Risikotoleranz- und Risikotragfähigkeitsprüfung jedes Anlegers vor, haben ihre Kundenportfolios rund um die Uhr im Blick und treffen nach eigenem Ermessen sämtliche Anlageentscheidungen für ihre Klienten. Dabei sind sie an die vorher vereinbarten Anlegerichtlinien gebunden. Ein Finanzportfolioverwalter braucht eine Erlaubnis der BaFin und wird von ihr und der Bundesbank beaufsichtigt.

Innovationsgrad

  • Traditionelle Anlagemodelle: Ein Großteil der oben genannten Anlagevermittler und Finanzportfolioverwalter empfiehlt Portfolios mit einer statischen Gewichtung der Anlageklassen (z.B. 60% Aktien, 40% Anleihen). Dabei berufen sie sich auf die „Moderne Portfoliotheorie“, die Harry Markowitz in den 1950er Jahren entwickelt hat – deren vereinfachende Annahmen nach 60 Jahren wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts aber überholt sind.
  • Technologiegetriebene Anlagemodelle: Da das Ziel der Geldanlage keine statische Gewichtung von Anlageklassen ist, sondern eine möglichst hohe Rendite unter Berücksichtigung der eigenen Risikotoleranz, verzichten erste Finanzportfolioverwalter wie etwa Scalable Capital auf die stark vereinfachenden Annahmen von Markowitz. Sie kombinieren moderne finanzökonometrische Verfahren mit heutigen Rechenkapazitäten. Das ermöglicht eine dynamische Gewichtung von Anlageklassen, damit nicht die Portfolioallokation, sondern das Risiko im Portfolio konstant bleibt.

Kostenstruktur

  • Pauschalgebühren: Fast alle Anbieter erheben eine jährliche Pauschalgebühr, die sich auf die Anlagesumme bezieht und üblicherweise monatlich abgerechnet wird. In der Regel liegt sie unter einem Prozent pro Jahr.
  • Kosten der Wertpapiere: Zusätzlich kommen bei allen Anbietern die Kosten für die Wertpapiere im Portfolio hinzu. Hier unterscheiden sich die Kosten der ETF-Portfolios um 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr. Wenn ein Anbieter auch in aktiv verwaltete Fonds oder alternative Finanzinstrumente investiert, können noch deutlich höhere Kostenunterschiede entstehen.
  • Performance-Gebühren: Manche Anbieter erheben eine Gebühr auf die Performance des Portfolios. Diese Erfolgsprovisionen machen mitunter einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten aus: Bei einer Jahresrendite von beispielsweise 6 Prozent und einer Performance-Gebühr von 10 Prozent sind das 0,6 Prozent an zusätzlichen jährlichen Kosten, die von der Rendite für den Anleger abgehen.
  • Mindestgebühr: Einige Anbieter erheben eine fixe Mindestgebühr, z. B. wenn ein Anleger nur einen geringen Betrag anlegt. Gemessen an der Anlagesumme kann die Gebühr in solchen Fällen prozentual gesehen sehr hoch sein – die Folge ist im schlimmsten Fall eine negative Rendite nach Kosten.
Wie sicher sind mein Geld und meine Anlagen? Was passiert im Falle einer Insolvenz von Scalable Capital oder Ihrer Partnerbank?
 

Wir sind als Finanzdienstleistungsinstitut nicht befugt, uns Besitz oder Eigentum an Vermögenswerten des Kunden zu verschaffen. Die Vermögenswerte des Kunden werden von unserer Partnerbank verwahrt. Im Falle einer Insolvenz der Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH fällt das im Depot enthaltene Kundenvermögen also nicht in die Insolvenzmasse der Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH.

Im Falle der Insolvenz der Partnerbank ist Ihr Verrechnungskonto durch die gesetzliche Einlagensicherung der EdB bis zu einer Einlagenhöhe von EUR 100.000 (vgl. Details hierzu unter http://www.edb-banken.de/) sowie darüber hinaus bis zu einer gewissen Höhe durch den Einlagensicherungsfonds des BdB geschützt. Darüber hinaus besteht ein Herausgabeanspruch für Ihre Wertpapiere im Portfolio im Falle einer Insolvenz der Depotbank. Dieser letzte Aspekt ist für Ihre Anlage bei Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH besonders wichtig, weil Ihr Geld bei uns überwiegend in Wertpapieren angelegt und damit vorwiegend nicht (wie das Cash auf dem Verrechnungskonto) unter das Thema Einlagensicherungsschutz fällt.

Als reguliertes Finanzdienstleistungsinstitut ist die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet. Die EdW leistet eine Entschädigung, wenn ein Institut aus Gründen, die mit seiner Finanzlage unmittelbar zusammenhängen, nicht mehr in der Lage ist, seine "Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften" gegenüber seinen Kunden zu erfüllen (und die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat). Für diese Entschädigung ist der Schutz auf 90% begrenzt, maximal jedoch EUR 20.000 pro Anleger. Ein derartiger Entschädigungsfall kann bei einem Finanzdienstleistungsinstitut ohne Erlaubnis zur Annahme von Besitz oder Eigentum an Vermögenswerten des Kunden (wie Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH) nur in Sonderkonstellationen entstehen; in Betracht käme etwa die Annahme von Kundengeldern trotz Fehlen der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Erlaubnis. Sekundäransprüche (wie etwa Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlage) sind grundsätzlich nicht entschädigungsfähig.

Wo ist die menschliche Komponente?
 

Robo-Advice bedeutet nicht, dass sich keiner um Sie kümmert, wenn Sie Hilfe brauchen. Es heißt lediglich, dass der Investmentprozess von Algorithmen unterstützt wird, was Ihnen Zeit und Geld spart. Bei Scalable Capital werden alle Portfolioumschichtungen von unserem Investment-Team ausgeführt und kontrolliert. Das Scalable-Capital-Team steht Ihnen jederzeit per Online-Chat, E-Mail und per Telefon zur Verfügung, um Fragen zu unserem Service zu beantworten. Wir bieten außerdem Webinare und Infoabende an, die Ihnen den Investmentprozess von Scalable Capital näherbringen.

Wie wichtig ist die Technologie eines Robo-Advisors?
 

Wie fortgeschritten die Technologie ist, variiert sehr stark zwischen den Anbietern. Manche Firmen nutzen Technologie ausschließlich, um mit Kunden zu kommunizieren - nicht für den Investment-Prozess. Scalable Capital hat im Unterschied dazu mit Prof. Dr. Stefan Mittnik, Lehrstuhlinhaber für Finanzökonometrie an der LMU München, einen eigenen Algorithmus entwickelt, der die Portfolios der Anleger laufend überwacht und Umschichtungen empfiehlt, wenn das Risiko eines Portfolios von der gewählten Kategorie abweicht. Diese Technologie, kombiniert mit der signifikanten Finanzexpertise unseres Teams, unterscheidet uns deutlich von anderen Robo-Advisors - ob mit oder ohne Erlaubnis nach § 32 KWG.

Wie viel digitales Know-how brauche ich, um bei einem Robo-Advisor anzulegen?
 

Die Apps und Webseiten der Robo-Advisors sind üblicherweise nutzerfreundlich und barrierefrei aufgebaut, sodass Sie nur die üblichen Grundkenntnisse mitbringen müssen.

Inwieweit hängen Robo-Advice und Risikomanagement zusammen?
 

Moderne finanzökonometrische Verfahren und die heute verfügbaren Rechenkapazitäten: In Kombination ermöglicht beides eine dynamische Gewichtung von Anlageklassen, damit nicht die Portfolioallokation, sondern das Risiko im Portfolio möglichst konstant bleibt. Man nennt dies auch dynamisches Risikomanagement. Ausgehend von diesem Konzept kann Scalable Capital die Verlustwahrscheinlichkeit eines Portfolios mit einem konkreten Wert beziffern, statt diese nur mit vagen Risikoangaben wie „moderat“ oder „chancenreich“ zu benennen. Scalable Capital nutzt das Risikomaß "Value-at-Risk" zur Bestimmung der Verlustwahrscheinlichkeit der Portfolios. Der Value-at-Risk wird dabei täglich über tausende sogenannter Monte-Carlo-Simulationen für jedes individuelle Kundenportfolio berechnet. Ein Verfahren, das in der Vergangenheit aufgrund der Kosten von Rechenkapazitäten zu teuer gewesen wäre, um es auch auf Privatkundenportfolios von moderater Größe anzuwenden.

Allerdings nutzen bei weitem nicht alle Robo-Advisors solch ein transparentes Risikomaß zur Steuerung ihrer Portfolios. Dem an dynamischem Risikomanagement interessierten Anleger sei also nahe gelegt, bei der Auswahl des Anbieters genau zu recherchieren.