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Bits & Pieces

Edition #288 | 17.07.2026

Meistgehandelt | Märkte und Makro | Produkt-Highlight | KKR | Chart der Woche | Zukunfts-ETFs | Video | Altersvorsorge 

Wir lieben Aktien. Die spannendsten Mega-Unternehmen der Zukunft wie die KI-Riesen OpenAI und Anthropic oder die Mode-Plattform Vinted, sind jedoch außerhalb des Parketts herangewachsen und (noch) gar nicht an der Börse zu finden. Lange war dieser exklusive Kreis nur für Großinvestoren zugänglich.

Doch das ist inzwischen anders. In dieser Sonderausgabe zeigen wir Ihnen, wie auch Sie sich Seite an Seite mit den Profis an den vielversprechendsten Giganten von morgen beteiligen können – noch bevor sie das Börsenparkett betreten. Und wir erklären, wie Sie Ihr Portfolio mit der 50-30-20-Regel clever aufteilen, um Platz für diese neuen Zugpferde zu schaffen.


Meistgehandelt

Hinweis: Die Angaben beziehen sich auf das Verhältnis von Käufen und Verkäufen der 100 meistgehandelten Aktien im Scalable Broker zwischen dem 10.07.2026 und 16.07.2026.

Im Fokus:
PayPal verzeichnete zunächst einen kräftigen Kurssprung – dank einer Übernahmeofferte. Der Zahlungsdienstleister Stripe und die Investmentgesellschaft Advent International bieten 60,50 $ pro Aktie. Einige Anlegende haben die Chance für Gewinnmitnahmen genutzt. Grund für den frühen Ausstieg ist die Skepsis am Markt, ob der Deal am Ende wirklich zustande kommt.


Märkte & Makro

Unsichtbarer Geldmagnet

Anthropic ist einer der wertvollsten und heißesten Protagonisten des KI-Booms. Die Firma hinter der Plattform Claude wurde im Zuge ihrer letzten Finanzierungsrunde mit 965 Mrd. $ bewertet – weit mehr als die fünf größten DAX-Titel kombiniert. Und dennoch ist der Koloss nicht an der Börse gelistet.

Er finanziert sich stattdessen über Private Markets. Das ist der Teil des Kapitalmarkts, der sich außerhalb des Parketts abspielt. Anlegende investieren dabei in nicht-gelistete Firmen (Private Equity), vergeben Unternehmenskredite (Private Debt) oder fördern Immobilien- und Infrastrukturprojekte.

Studien zeigen, dass heute ein immer größerer Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung außerhalb der Börse entsteht. IPOs erfolgen tendenziell später oder gar nicht, so die OECD. Wer nur auf gelistete Titel setzt, verpasst bei vielen Firmen den steilsten Teil der Wachstumskurve.

Also good to know this week:

  • Auch die Banken der Wall Street reiten die KI-Welle. Ihre jüngsten Zahlen zeigen, dass sie durch IPOs, Anleihe-Emissionen und M&A-Deals massiv vom KI-Boom profitieren.
  • Schwächen werden bestraft. Nach enttäuschenden Zahlen verzeichnete die Aktie des IT-Dinos IBM den stärksten Tagesverlust aller Zeiten.

Produkt-Highlight


Ganz schön privat

Früher das Privileg der Mega-Anlegenden, heute auch was für Sie: Der BlackRock Private Equity Fund wird ein Jahr alt. Mit ihm holen Sie sich Beteiligungen an privaten Unternehmen ins Depot. Nachdem bereits im vergangenen Jahr der ChatGPT-Schöpfer OpenAI ins Portfolio eingezogen ist, bekommt das Unternehmen nun Gesellschaft vom Claude-Entwickler Anthropic, womit jetzt beide KI-Giganten im Fonds vertreten sind.

Aktuell vereint das Portfolio 14 Unternehmen unter einem Dach. Mit an Bord sind etablierte Unternehmen aus den unterschiedlichsten Sektoren. Dazu gehören Vinted, Europas führende Secondhand-Plattform für Mode, oder StepStone, eine der erfolgreichsten Jobbörsen des Kontinents. Und dann ein echter Ohrwurm: Belron. Sollte bei dem Namen noch nichts klingeln, dann vielleicht beim bekannten Marken-Jingle „Carglass repariert, Carglass tauscht aus“.

Das zugrunde liegende Co-Investment-Modell beim BlackRock Private Equity Fund sorgt dafür, dass Privatanlegende in dieselben Deals investieren wie die Institutionellen. Das bedeutet: Deren Geld fließt direkt an der Seite von Investmentgesellschaften wie EQT in den Kauf von privaten Unternehmen.

Nach der anfänglichen Sperrfrist von zwei Jahren können die Anteile ab dem 30. Juni 2027 vierteljährlich zum Verkauf angemeldet werden. Die Anlageklasse wird flexibler, bleibt aber ein langfristiges Investment. Unternehmensentwicklung braucht eben Geduld und Zeit zum Reifen. Wer sein Portfolio um diesen Baustein erweitern möchte, kann sich für kurze Zeit einen Bonus in Höhe von 1 % sichern. Es gelten die Teilnahmebedingungen.

Hier geht’s zum ELTIF


Uber

PE-Urgestein

Schon in „Barbarians at the Gate“ galt Kohlberg Kravis Roberts & Co., kurz KKR, als gerissene Beteiligungsgesellschaft. Das Buch erzählt, wie sich KKR im Bieterkampf um den Tabak- und Lebensmittelriesen RJR Nabisco im Jahr 1988 durchsetzen konnte und für 25 Mrd. $ den damals größten Leveraged Buyout aller Zeiten vollzogen hat.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Heute bringt KKR als einer der weltweit größten und ältesten Finanzinvestoren rund 90 Mrd. $ auf die Börsenwaage. Das Kerngeschäft ist Private Equity, doch inzwischen mischt KKR auch bei Krediten, Infrastruktur und Immobilien mit. Die Aktie bietet Zugang zu diesem Topf.

  • Rekordjagd: Im ersten Quartal lagen die Assets under Management bei rund 760 Mrd. $, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Man habe in den zwölf Monaten bis dahin mehr Kapital investiert als jemals zuvor, hieß es im Unternehmensbericht.
  • Deals? Check: Während der Ausstieg aus Beteiligungen derzeit schwierig ist, bleibt die Investment-Dynamik ungebrochen. Im Mai etwa wurde mit Arctos Partners für 1,4 Mrd. $ der einzige Investor übernommen, der in allen fünf US-Profisport-Ligen engagiert ist.
  • Versicherungs-Turbo: Vor einigen Jahren hat sich KKR den Lebensversicherer Global Atlantic einverleibt. Der Vorteil: Versicherungen spülen fortlaufend Kapital in die Kassen, das KKR dann direkt investieren kann, anstatt es bei Investoren einzusammeln.

KKR ist also nicht nur Dealmaker, das Unternehmen setzt gleich auf eine ganze Plattform, um Kapital anzuziehen und zu investieren.


Chart der Woche

Diversifizierung 2.0

Das moderne Depot mischt 20 % Private Markets bei

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Quelle: BlackRock

Traditionelle Mischportfolios setzen meist auf breit gestreute Aktien- und Anleiheindizes. Daran ist nichts auszusetzen: Anlegende pflegen so ein diversifiziertes und abgesichertes Depot. Aber, „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Die modernen Kapitalmärkte bieten mehr Anlageoptionen – und mehr Chancen. Einige Studien wie etwa von MSCI belegen, dass beispielsweise Private Equity historisch betrachtet über zehn bis 20 Jahre höhere Renditen erzielen konnte als vergleichbare öffentlich handelbare Anlageklassen. Der Blick über den Börsen-Tellerrand hinaus kann sich also lohnen.

Wie hoch der Anteil von Private Markets im Depot sein sollte, hängt von den individuellen Anlagezielen und der Risikobereitschaft ab. Besteht ein klassisches Portfolio meist aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen, schafft ein modernerer Ansatz Platz für alternative Investments. Eine von BlackRock empfohlene Aufteilung: 50 % Aktien, 30 % Anleihen, 20 % alternative Anlagen wie Private Equity, Private Credit, Immobilien oder Infrastrukturprojekte. Die Umschichtung erfolgt wie beim üblichen Rebalancing.


Zukunfts-ETFs

Die Bausteine für das Depot von morgen

Wer das Next-Generation-Portfolio bauen möchte, kann das mit dem BlackRock Private Equity Fund ganz entspannt im Scalable Broker machen. Eine Alternative dazu sind ETFs, die in gelistete Beteiligungsgesellschaften wie Blackstone oder Apollo Global Management investieren. Das geht zum Beispiel über den iShares Listed Private Equity UCITS ETF oder den Xtrackers LPX Private Equity Swap UCITS ETF. Letzterer bildet die Wertentwicklung der 25 weltweit größten börsennotierten Investmenthäuser nach.

Anleihen stellen das Depot nicht nur breiter auf, sondern bringen auch laufende Zinsströme ins Portfolio. Hier kommt der Vanguard EUR Corporate Bond UCITS ETF ins Spiel. Er setzt auf Unternehmensanleihen, die auf Euro lauten und schließt Währungsschwankungen für Anlegende aus dem Euro-Raum somit von vornherein aus.

Last but not least: Aktien. Hier bietet sich ein breit diversifiziertes Aktienvehikel wie der Amundi Prime All Country World UCITS ETF an. Er vereint über 3.000 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern weltweit in einem einzigen Produkt – die ideale Basis für das Depot der Next Generation.


Podcast


Christian W. Röhl wirft in dieser Folge einen Blick auf Private Markets: Warum die Angst vor KI belastet, was Kakerlaken mit Kredit-Portfolios zu tun haben und wie der BlackRock Private Equity Fund sich in diesem Umfeld positioniert.

Hier geht's zum Video auf YouTube.


Altersvorsorge im Fokus


In dieser Rubrik beantworten wir kurz und knapp Ihre wichtigsten Fragen rund ums Altersvorsorgedepot (AVD).

Zu den unmittelbar förderberechtigten Personen zählen künftig beispielsweise:

  • Inländische Pflichtversicherte: Alle in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
  • Beamte: Empfänger von inländischer Besoldung.
  • Richter: Richter mit Anspruch auf inländische Besoldung.
  • Soldaten: Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit.
  • Bezieher von Amtsbezügen: z. B. Minister, sofern das Versorgungsrecht entsprechend greift.
  • Eltern & Pflegende: Personen, die wegen Kindererziehungszeiten oder der Pflege von Angehörigen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.
  • Selbstständige (Gewerbe & Freiberufler): Personen mit Einkünften aus Gewerbebetrieb oder klassischer selbstständiger Arbeit.
  • Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke: z. B. angestellte Ärzte, Architekten oder Anwälte.

Nicht förderberechtigt sind beispielsweise von der Rentenversicherungspflicht befreite Minijobber.

Soziale Teilhabe: Das Altersvorsorgedepot ermöglicht einer sehr breiten Masse die Teilnahme an staatlich geförderter privater Altersvorsorge.

Redaktionsschluss: Freitag, 7 Uhr

Quellen: Scalable und dpa-AFX

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