FAQ

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten
Fragen zur Vermögensverwaltung und Tages- & Festgeld von Scalable Capital

Vermögensverwaltung

Eröffnungsprozess

Gibt es einen Mindestanlagebetrag?
 

Ja. Der Mindestanlagebetrag für die Vermögensverwaltung beträgt pro Portfolio 10.000 Euro. Falls Ihr Anlagevolumen einmal unter die Grenze von 10.000 Euro fallen sollte, müssen Sie kein Geld „nachschießen“.

Teilauszahlungen, die den Anlagebetrag unter 10.000 Euro verringern würden, sind jedoch nicht möglich. In diesem Fall müssten Sie Ihren Vertrag kündigen und sich Ihren gesamten Anlagebetrag auszahlen lassen.

Hinweis: der Mindestanlagebetrag gilt nicht für die Nutzung des Brokers.

Wie wählt Scalable Capital eine geeignete Anlagestrategie für mich aus?
 

Wir sind als reguliertes Finanzdienstleistungsinstitut rechtlich dazu verpflichtet, uns ein Bild über Ihre Vermögenssituation und andere relevante Umstände zu machen. Nur dann dürfen wir Ihnen eine für Sie geeignete Anlagestrategie empfehlen.

Zu Beginn des Registrierungsprozesses führen wir Sie durch einen entsprechenden Fragebogen. Anhand Ihrer Angaben beurteilen wir, welche Anlagestrategie Ihren Anlagezielen entspricht. Natürlich prüfen wir auch, ob die mit einer bestimmten Anlagestrategie verbundenen Risiken für Sie finanziell tragbar sind und ob Sie diese Risiken auf Basis Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen verstehen können. Auf Grundlage dieser Informationen bestimmen wir Ihre Risikokategorie, empfehlen Ihnen eine für Sie geeignete Anlagestrategie und setzen diese für Sie um.

Kann ich Kunde werden, obwohl ich nicht in Deutschland oder Österreich wohne?
 

Ja. Unsere Dienstleistung richtet sich an Personen mit Wohnsitz in Deutschland oder Österreich. Personen mit Wohnsitz außerhalb von Deutschland oder Österreich können gegebenenfalls Kunde werden, falls sie (i) aus eigener Initiative unsere Dienstleistung (als Angebot eines ausländisches Anbieters) nachfragen und (ii) folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt.
  • Sie sind nicht steuerpflichtig in den USA (keine “US person” nach amerikanischem Steuerrecht).
  • Sie haben einen Wohnsitz in der EU.
  • Sie besitzen ein Girokonto, das bei einem im SEPA Raum ansässigen Kreditinstitut geführt wird.
  • Sie werden den Mindestanlagebetrag investieren.

Melden Sie sich gerne unter service@scalable.capital, sofern Sie nicht in Deutschland oder Österreich ansässig sind und Kunde werden möchten.

Warum muss meine Identität verifiziert werden?
 

Das Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet uns zur Identifizierung unserer Kunden. Diese Identifizierung ist auch in Ihrem Sinne, da hierdurch ein höheres Maß an Sicherheit in der Kundenbeziehung gewährleistet wird.

Die GwG-konforme Identifizierung kann bei uns online per Video-Chat oder mit einem Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion erfolgen. Alternativ ist das POSTIDENT-Verfahren in einer Filiale der Deutschen Post möglich

Welche Identifizierungsverfahren kann ich auswählen?
 

Die Identifizierung erfolgt über unseren Partner POSTIDENT. Bei Postident können Sie zwischen den Identifizierungsverfahren POSTIDENT Video, Online-Ausweisfunktion (eID) und Identifizierung in einer Postfiliale wählen.

Die Identifizierung per Online-Ausweisfunktion (eID) ist die schnellste und einfachste Variante Ihre Kontoeröffnung bei Scalable Capital abzuschließen.

Alle Informationen zum eID Verfahren finden Sie hier: https://de.scalable.capital/clean-page/eid-postident

Den Identifizierungsvorgang starten Sie nach abgeschlossener Anmeldung bequem in unserer App oder online in Ihrem persönlichen Bereich.

Ich habe die Identifizierung bereits abgeschlossen. Was passiert als nächstes?
 

Wenn Sie die Identifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, müssen Sie nichts weiter tun.

Die Daten der Identifizierung werden automatisch an Scalable Capital übermittelt und die Eröffnung von Konto und Depot wird automatisch veranlasst. Die Eröffnung von Konto und Depot kann bis zu 3 Bankarbeitstage in Anspruch nehmen. Sie werden automatisch informiert, sobald die Eröffnung erfolgt ist.

Ergeben sich Rückfragen aus den übermittelten Daten der Identifizierung, werden wir uns proaktiv bei Ihnen melden.

Ist die Identifizierung auch mit ausländischem Ausweis möglich?
 

Ja, Sie können sich über unseren Partner POSTIDENT auch mit Ihrem ausländischem Ausweis oder Reisepass identifizieren.

Die bei POSTIDENT-Video unterstützen Ausweise können Sie hier abrufen: https://de.scalable.capital/postident-id.

Wenn Ihr Ausweisdokument für POSTIDENT-Video nicht unterstützt wird, können Sie die Identifizierung in einer Postfiliale durchführen. Die in der Filiale akzeptierten Ausweise finden Sie hier: https://de.scalable.capital/postident-filiale

Ergeben sich unsererseits Rückfragen aus den übermittelten Daten der Identifizierung, werden wir uns proaktiv bei Ihnen melden.

Kann ich ein bestehendes Depot ganz oder teilweise zu Scalable Capital übertragen?
 

Bei Interesse an einem Depotübertrag, wenden Sie sich bitte per E-Mail an service@scalable.capital oder telefonisch unter 089 380 380 67 an unser Service-Team.

Unser Team wird den Depotübertrag für Sie organisieren und Ihre depotführende Bank entsprechend anweisen.

Werden auch Gemeinschaftskonten angeboten?
 

Nein, aktuell werden keine Gemeinschaftskonten über die Baader Bank angeboten. Wenn Sie bereits ein Gemeinschaftskonto bei der ING haben, kann dies als Referenzkonto für ein gemeinschaftliches Scalable-Depot verwendet werden. Bitte nutzen Sie dafür unsere Anmeldung über die ING.

Kann ich für meine minderjährigen Kinder ein Konto eröffnen?
 

Bei Interesse an einer Eröffnung eines Kontos für Ihre minderjährigen Kinder wenden Sie sich bitte per E-Mail an service@scalable.capital oder telefonisch unter 089 380 380 67 an unser Service-Team. Mehr Informationen zu Kinderkonten finden Sie unter www.scalable.capital/kinderkonto.

Welche Kriterien muss mein Referenzkonto erfüllen?
 

Bei Ihrem Referenzkonto mit dem Sie sich bei uns anmelden, muss es sich um ein auf Ihren Namen lautendes Girokonto (Zahlungsverkehrskonto) bei einem im SEPA Raum ansässigen Kreditinstitut handeln. Die Verwendung eines Tagesgeldkontos ist nicht möglich. Sollte es sich bei Ihrem Referenzkonto um ein Gemeinschaftskonto handeln, muss sichergestellt sein, dass Sie als wirtschaftlicher Eigentümer eingetragen sind.

Kann ich als Broker-Kunde auch ein verwaltetes Portfolio eröffnen?
 

Ja, als Broker-Kunde können Sie ebenfalls ein automatisiertes, ETF-basiertes Vermögensverwaltungs-Portfolio hinzufügen. Klicken Sie hierzu im Kundenbereich nach dem Login (“Home”) auf das Plus in der App oder auf “Produkt hinzufügen” im Webbrowser. Um Ihre Risikokategorie zu bestimmen, durchlaufen Sie einen Fragebogen. Sie müssen Ihre Identität nicht nochmals verifizieren.

Bitte beachten Sie, dass für jedes neue Portfolio ein neues Verrechnungskonto und Depot eröffnet wird und die Mindestanlage eingebracht werden muss.

Kann ich mein Broker-Guthaben nutzen, um die Mindesteinlage für ein verwaltetes Portfolio einzuzahlen?
 

Nein, Ihr Broker-Guthaben zu verwenden, um ein verwaltetes Vermögensverwaltungs-Portfolio zu eröffnen ist aktuell nicht möglich. Sie können verfügbares Guthaben von Ihrem Broker auf Ihr Referenzkonto überweisen, um es für Ihr Vermögensverwaltungs-Portfolio zu nutzen.

Ein- & Auszahlungen

Wie kann ich Einzahlungen und Auszahlungen vornehmen?
 

Über den Punkt “Zahlungen” können Sie im Kundenbereich jederzeit eine Einmalzahlung beauftragen, welche per SEPA-Lastschrift von Ihrem Referenzkonto (Girokonto) abgebucht wird.

Alternativ können Sie die gewünschte Einzahlung auch auf das zu dem jeweiligen Portfolio gehörende Verrechnungskonto (Scalable-Konto) überweisen.

Sie können uns jederzeit zum Teilverkauf oder dem vollständigen Verkauf Ihrer Anlagen und zur Auszahlung Ihres Geldes beauftragen. Teilauszahlungen können im Kundenbereich über den Punkt “Zahlungen” bis zur Mindestanlage Euro beauftragt werden.
Der gesamte Auszahlungsprozess bis zur Wertstellung auf Ihrem Girokonto kann zwischen 4 und 7 Bankgeschäftstage in Anspruch nehmen.

Für eine Auszahlung die das Portfolio unter die Mindestanlage verringern würde, muss das jeweilige Portfolio gekündigt werden. Siehe “Wie kann ich mein Scalable-Capital-Konto kündigen?”.

Es fallen keine Gebühren für Ein- oder Auszahlungen an.

Wann wird mein eingezahltes Geld angelegt?
 

Ihr eingezahltes Guthaben wird nach Gutschrift auf dem Verrechnungskonto, spätestens aber mit der nächsten Umschichtung Ihres Portfolios angelegt.

Ich habe mich als ING-Kunde angemeldet. Wie erfolgt meine Einzahlung auf das Scalable-Konto?
 

Wenn Sie sich als ING-Kunde angemeldet haben, konnten Sie wählen, ob Sie den initialen Anlagebetrag per Lastschrift oder Überweisung einbringen.
So finden Sie Ihre Zahlungsmethode: Loggen Sie sich unter scalable.capital/login in Ihren persönlichen Kundenbereich ein. Auf der Übersichtsseite sehen Sie, ob der initiale Anlagebetrag von Ihrem Referenzkonto abgebucht wird oder ob Sie die Überweisung von Ihrem Extra-Konto vornehmen müssen.

Kann von einer Drittbank (nicht dem Referenzkonto) Geld auf mein Depot eingezahlt werden? Wird eine Überweisung auf das Verrechnungskonto automatisch angelegt?
 

Selbstverständlich sind weitere Einzahlungen auch von anderen Konten als Ihrem Referenzkonto möglich. Unabhängig davon, wann oder wie eine Einzahlung auf Ihr Verrechnungskonto bei der Depotbank eingeht, wird der Betrag umgehend, spätestens mit der nächsten Anpassung des Portfolios gemäß Ihrer Anlagestrategie investiert.

Kann ich einen Sparplan einrichten?
 

Ja. Zusätzlich zur Mindestanlagesumme von 10.000 Euro haben Sie sowohl die Möglichkeit weitere Einmalzahlungen in Ihr Portfolio vorzunehmen als auch einen festgelegten monatlichen Betrag zu bestimmen. Sie können die regelmäßigen Einzahlungen entweder während der Kontoeröffnung oder nachträglich in Ihrem persönlichen Kundenbereich einstellen.

Hinweis: der Mindestanlagebetrag gilt nicht für die Nutzung des Brokers.

Wann wird die Einzahlung für meinen monatlichen Sparplan von meinem Referenzkonto abgebucht?
 

Die Lastschriften für die monatlichen Sparpläne werden immer am ersten Bankarbeitstag eines jeden Monats von uns instruiert. Ihr Referenzkonto wird am zweiten oder dritten Bankarbeitstag des Monats belastet und der Betrag am darauf folgenden Bankarbeitstag Ihrem Portfolio bei Scalable Capital gutgeschrieben.

Kann ich einen monatlichen Entnahmeplan einrichten?
 

Ja, Sie können ganz einfach einen monatlichen Entnahmeplan in Ihrem Scalable-Capital-Konto einrichten. Öffnen Sie hierfür den Bereich “Sparplan”, wählen dort “Entnahmeplan” und legen anschließend den gewünschten Betrag fest. Die Auszahlung wird am ersten Bankarbeitstag eines jeden Monats initiiert. Die für die Auszahlung erforderlichen Wertpapierverkäufe werden automatisch beauftragt.

Was passiert, wenn mein Anlagebetrag durch die Ausführung meines Entnahmeplan unter die Mindestanlagesumme sinken würde?
 

Eine Auszahlung, die den Anlagebetrag Ihres Portfolios unter die Mindestanlagesumme von 10.000 Euro verringern würde, ist nicht möglich. Stattdessen wird Ihr monatlicher Entnahmeplan deaktiviert.

Hinweis: der Mindestanlagebetrag gilt nicht für die Nutzung des Brokers.

Habe ich als Kunde Übersicht über die einzelne Transaktionen?
 

Ja, Sie können sowohl im Login-Bereich auf unserer Webseite als auch am Smartphone mit unserer App jede einzelne Transaktion und jedes Wertpapierereignis (wie z.B. Ausschüttungen) einsehen. Darüberhinaus stellt Ihnen die Depotbank einen monatlichen Kontoauszug zur Verfügung, auf dem Sie eine Zusammenfassung aller getätigten Transaktionen und Kennzahlen einsehen können.

Zusätzliche Portfolios

Ist eine Eröffnung mehrerer Portfolios möglich?
 

Ja, Sie können bei Scalable Capital mehrere Portfolios mit unterschiedlichen Anlagestrategien führen. Zusätzliche Portfolios können Sie im Kundenbereich unter “Home” hinzufügen. Bitte beachten Sie, dass für jedes neue Portfolio ein neues Verrechnungskonto und Depot eröffnet wird und die Mindestanlage eingebracht werden muss.

Können weitere Portfolios mit unterschiedlicher Anlagestrategie eröffnet werden?
 

Ja, je Portfolio kann eine eigene Anlagestrategie festgelegt werden. Beispielsweise können Sie für Ihre erstes Portfolio die Strategie VaR 25% auswählen und für Ihr zweites Portfolio ESG 80. Die Auswahl ist jeweils durch die maximal zulässige Risikokategorie begrenzt. Die maximale Risikokategorie wurde auf Basis Ihrer Anlageziele, Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie Ihrer finanziellen Situation bestimmt.

Kann ich Investments zwischen meinen Portfolios transferieren?
 

Sie können jederzeit Ein- und Auszahlungen in Ihren Portfolios vornehmen. Somit können Sie z.B. auch Investments von Portfolio 1 in Portfolio 2 transferieren. Führen Sie hierzu eine Auszahlung in Portfolio 1 durch. Sobald das Geld auf Ihrem Girokonto gutgeschrieben wurde, können Sie eine Einzahlung in Portfolio 2 beauftragen. Dies ist jeweils über den Scalable Capital Kundenbereich möglich.

Anlagemodell & Risikomanagement

Ist Scalable Capital ein aktiver Vermögensmanager?
 

Nein, nicht im klassischen Sinne. Wir bieten eine passive Geldanlage mit aktivem Risikomanagement. Wir investieren innerhalb der verschiedenen Anlageklassen (z.B. Aktien oder Anleihen) ausschließlich in passive ETFs und ggf. ETCs, die zu möglichst geringen Kosten einen bestimmten Markt abbilden. Die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen erfolgt einerseits dynamisch auf Basis unserer Investment- und Risikomanagement-Technologie – und andererseits strategisch anhand der Steuerung der Aktienquote in unseren nachhaltigen Strategien - und damit im strengsten Sinne aktiv.

Wir führen Anpassungen Ihres Portfolios somit nur durch, wenn eine Über- oder Unterschreitung Ihres Verlustrisikos mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit prognostiziert wird (Strategien mit dynamischen Risikomanagement) bzw. Ihre Portfoliogewichte von den Zielgewichten abweichen (nachhaltige Strategien). So wird Ihr Anlagerisiko stets kontrolliert.

Anders als ein aktiver Vermögensverwalter nehmen wir keine Portfolioumschichtungen auf Grundlage von Meinungen zu der Kursentwicklung bestimmter Anlageklassen vor. Ein aktiver Vermögensverwalter wählt Einzelwerte anhand von erwarteten Wertzuwächsen (sogenanntes Stockpicking) aus. Zahllose empirische Studien belegen jedoch, dass dies nicht zielführend ist.

Wie unterscheiden sich ESG-Portfolios von VaR-Portfolios?
 

Bei beiden Portfolios übernehmen wir für Sie die Vermögensverwaltung. Das heißt, wir treffen für Sie die Anlageentscheidungen hinsichtlich der Portfolioallokation und suchen für Sie geeignete Finanzinstrumente aus. Sowohl bei den ESG- als auch bei den VaR-Portfolios verwenden wir ausschließlich ETFs und ETCs für die Portfoliozusammensetzung, welche unseren Prüfkriterien wie hohe Liquidität oder geringe Kosten Stand halten. Bei der Portfoliozusammensetzung haben wir zudem für ESG- und VaR-Portfolios das Ziel, eine regionale Diversifizierung über verschiedene Anlageklassen hinweg zu erreichen. So kann eine Streuung des Risikos gewährleistet werden.

Während die VaR-Portfolios vornehmlich in ETFs investieren, welche die liquidesten Benchmark-Indizes abbilden, nutzen die ESG-Portfolios ETFs, welche nachhaltige Indizes als Benchmark definiert haben. Diese sind dafür aktuell weniger liquide.

Ihr ESG- und VaR-Portfolio wird laufend von unserer Anlagetechnologie überwacht. Entstehen durch Bewegungen am Markt signifikante Abweichungen von den Zielgewichten Ihrer Anlagestrategie, schichten wir Ihr ESG-Portfolio automatisch um. Ihre gewünschte Aktienquote zwischen 0 und 100% wird so immer wieder hergestellt. Optional können Sie Gold zu Ihrem Portfolio beimischen.
Die VaR-Portfolios beinhalten zusätzlich eine dynamische Risikosteuerung. Das bedeutet, dass die Aktiengewichtung durch unsere Risikomanagement-Technologie gesteuert wird. In unserer höchsten Risikokategorie VaR 25 liegt die Bandbreite der Aktieninvestments zum Beispiel bei 45%-85%.

Unser Ziel ist, auch bei den VaR-Portfolios künftig nachhaltige ETFs zu verwenden. Allerdings erfolgen bei diesen aufgrund des dynamischen Risikomodells häufiger Umschichtungen. Nachhaltige ETFs sind hierfür derzeit aufgrund der geringeren Liquidität noch nicht geeignet. Im Kontext von der strategischen Steuerung der Aktienquote mit Zielgewichten ist der Einsatz bereits möglich. Deshalb möchten wir unseren Kunden den Zugang ab sofort ermöglichen.

Was ist ESG?
 

Die Abkürzung steht für „Environmental, Social, Governance“, auf Deutsch: die Berücksichtigung von Umweltschutz, sozialen Aspekten und guter Unternehmensführung. In diesen drei Dimensionen werden Unternehmen jeweils nach einer Reihe von Maßstäben beurteilt:

E: Kriterien wie Engagement gegen den Klimawandel oder Schutz natürlicher Ressourcen.
S: Aspekte wie Achtung der Menschenrechte und Ausschluss von Kinderarbeit.
G: Hier liegt der Fokus beispielsweise auf Korruptionsbekämpfung und Transparenz.

Wir suchen ETFs für Sie aus, deren zugrunde liegender Index nach den genannten Kriterien zusammengesetzt ist.

Was ist Value-at-Risk (VaR)?
 

Der Value-at-Risk (VaR) ist ein bei Banken und Versicherungen weitverbreitetes statistisches Risikomaß. Der VaR gibt die Verlustschwelle an, die innerhalb eines gegebenen Zeitraums mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird.

Der von Scalable Capital verwendete VaR beziffert den Jahresverlust, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht überschritten werden sollte (VaR mit Jahreshorizont und 95% Konfidenzniveau).

Ein angegebener VaR von 12% bedeutet beispielsweise, dass das Portfolio in einem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht mehr als 12% an Wert verlieren sollte. Anders ausgedrückt: ein Jahresverlust von mehr als 12% kann im Mittel in einem von 20 Jahren (1/20, also 5% Wahrscheinlichkeit) auftreten.

Bei einem Anlagebetrag von beispielsweise 50.000 Euro bedeutet dies, dass im Mittel alle 20 Jahre der Wertverlust 6.000 Euro überschreiten könnte.

Warum haben die Risikoklassen bei Scalable Capital Prozentangaben und keine erläuternden Bezeichnungen?
 

In der Finanzindustrie werden Anlagestrategien gerne mit vagen, wenig greifbaren Bezeichnungen wie „moderat“ oder „chancenorientiert“ umschrieben. Bei Scalable Capital verzichten wir bewusst auf diese inhaltsleeren Begriffe, die Anlegern keine konkreten Informationen zu den eingegangenen Risiken ihrer Anlage geben.

Erfahrungsgemäß schwanken Finanzmarktrisiken im Zeitablauf erheblich und nehmen in Krisenzeiten deutlich zu. Ein sogenanntes „moderates“ Portfolio mit einer Allokation von beispielsweise 40% in Aktien und 60% in Anleihen mag in einer „normalen“ Marktphase absolut gesehen tatsächlich ein „moderates“ Risikoprofil haben. Geraten Aktien- und Anleihenmärkte jedoch in Turbulenzen, kann sich das Verlustrisiko vervielfachen. Die Bezeichnung „moderat“ bedeutet lediglich, dass das Risiko relativ zu einem Portfolio mit „chancenorientiertem“ Risiko niedriger ist, absolut betrachtet sich aber trotzdem stark erhöht haben kann. Folglich können auch sogenannte „moderate“ Anlagestrategien hohe, prozentuale Verluste erleiden.

Bei Scalable Capital wird stattdessen jeder Risikokategorie ein konkretes Verlustrisiko (VaR) oder eine Aktienquote (ESG) zugeordnet. Das Verlustrisiko gibt den prozentualen Jahresverlust an, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht überschritten werden soll. Dieses Risikomaß wird als Value-at-Risk oder kurz VaR bezeichnet. Ein angegebener VaR von beispielsweise 12% bedeutet dann, dass das Portfolio in einem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht mehr als 12% an Wert verlieren sollte, oder anders ausgedrückt, im Mittel in einem von 20 Jahren (1/20, also 5% Wahrscheinlichkeit) kann ein Jahresverlust von mehr als 12% auftreten. Unsere Kunden wissen somit von Beginn an, wie viel Verlustrisiko sie eingehen – und das in absoluten Prozentgrößen und nicht relativ zu den allgemeinen Marktschwankungen. Droht eine Überschreitung dieses Verlustrisikos, wird automatisch eine risikomindernde Portfolio-Umschichtung vorgenommen. Im umgekehrten Fall, in Phasen relativ niedriger Marktrisiken, wird – unter Beachtung der vereinbarten Risikotoleranz – eine risikosteigernde Umschichtung vorgenommen. Dadurch wird kein Renditepotenzial aufgrund einer zu konservativen Portfolioaufstellung verschenkt. So wird das Anlagerisiko stets dynamisch kontrolliert und schwankt nicht einfach mit den Risiken an den Finanzmärkten.

Die Aktienquote spiegelt das Zielgewicht von Aktien in der jeweiligen Risikokategorie wieder, das wir durch Umschichtungen laufend wieder herstellen. Die anfängliche Aktienquote und die strategische Ausrichtung Ihrer Geldanlage werden so immer wieder sichergestellt.

Zusammengefasst gilt: Risiko ist die Währung, mit der Anleger Rendite einkaufen. Unsere Kunden bestimmen selbst, wie viel Risiko „sie auf den Tisch legen“ wollen.

Kann ich auch mehr als den VaR meines Portfolios verlieren?
 

Ja. Ein Verlust bzw. eine temporäre, negative Wertentwicklung Ihres Portfolios, die über den VaR hinausgeht, ist nicht nur möglich, sondern mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% sogar zu erwarten. Dieses Verlustrisiko besteht unabhängig von der gewählten Risikokategorie.

Ein Beispiel:
Bei einem VaR von 12% wird erwartet, dass Ihr Portfolio auf Jahresbasis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% (also im Schnitt in 19 von 20 Jahren) nicht mehr als 12% an Wert verliert. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% (also im Mittel einmal in 20 Jahren) ist jedoch mit einem Jahresverlust von mehr als 12% zu rechnen.

Weitere Hinweise bezüglich Ihres Risikos finden Sie hier.

Wie breit diversifiziert ist mein Portfolio?
 

Risikodiversifikation ist für langfristig erfolgreiches Investieren unerlässlich. Scalable Capital investiert global in bis zu sieben verschiedene Anlageklassen, die bis zu 9.500 Einzelwerte aus bis zu 90 Ländern repräsentieren. Dabei nutzen wir ausschließlich sorgfältig ausgewählte Exchange-Traded Funds (ETFs) und ggfs. Exchange-Traded Commodities ETCs), die zu niedrigen Kosten die Wertentwicklung verschiedener Indizes oder eines Rohstoffes (z.B. Gold) abbilden.

Diversifikation ist umso wirkungsvoller, je weniger sich die verschiedenen Anlagen im Portfolio im Gleichlauf bewegen. Unsere Risikomanagement-Technologie berücksichtigt die sich permanent ändernden Abhängigkeiten zwischen den Anlageklassen, um die Portfolios der Anleger auch in unterschiedlichen Marktphasen stets optimal aufzustellen. Dabei verwenden wir Verfahren, die weit über die konventionelle, in Krisenzeiten allerdings unbrauchbare, Korrelationsanalyse hinausgehen. Weitergehende Erläuterungen für unser dynamisches Risikomanagement finden Sie in unserem Whitepaper.

Wie häufig wird mein Portfolio angepasst?
 

Wir nehmen Anpassungen immer dann vor, wenn das von uns berechnete Risiko Ihrer Anlage von dem vorher definierten Verlustrisiko (gemessen durch VaR) abzuweichen droht oder Ihre Portfoliogewichte von den Zielgewichten (gemessen durch die Aktienquote in unseren ESG-Portfolios) abweichen.

Für unsere nachhaltigen Strategien überwachen wir täglich für Sie, ob die strategischen Zielgewichte Ihrer Risikokategorie gestreut über Anlageklassen und Regionen in Ihrem Portfolio noch eingehalten sind. Weichen Ihre Portfoliogewichte ab, schichten wir automatisch für Sie um. Die anfängliche Aktienquote und die strategische Ausrichtung Ihrer Geldanlage werden so immer wieder hergestellt.

Für unsere Risikokategorien gemessen am VaR, können wir die Gewichte zusätzlich innerhalb einer gewissen Bandbreite dynamisch steuern, da die für das Portfolio ausgewählten Produkte liquider sind.

Im Detail funktioniert dies für unser dynamisches Risikomanagement so: Unsere Risikomanagement-Technologie prüft regelmäßig das Risiko unserer Kundenportfolios. Wird ein höheres Verlustpotenzial prognostiziert als für die jeweilige Risikokategorie festgelegt wurde, nehmen wir eine Umschichtung von risikoreicheren Anlageklassen (wie beispielsweise Aktien) in risikoärmere Anlageklassen (wie Staatsanleihen oder Geldmarktfonds) vor. Das heißt nicht, dass wir bei jeder Kurskorrektur sofort hektisch handeln. Aber wir passen das Portfolio systematisch an die Marktsituation an, wenn sie sich nachhaltig ändert. Ziel ist es, den Anleger so vor übermäßigem Stress zu schützen und die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite zu steigern. In ruhigen Marktphasen wiederum findet eine Umschichtung in umgekehrter Richtung statt. Wir nehmen Anpassungen immer dann vor, wenn das von uns berechnete Risiko Ihrer Anlage von dem vorher definierten Verlustrisiko (gemessen durch VaR) abzuweichen droht.

Wir konzentrieren uns also auf das Managen von Risiken. Wir versuchen nicht, Renditen vorherzusagen. Das ist nach Aussagen vieler empirischer Studien ohnehin nicht zielführend. Wir treffen also keine Auswahl von Einzelwerten anhand von erwarteten Wertzuwächsen (sogenanntes Stockpicking) und verfolgen keine Anlagetrends.

Neuinvestitionen werden investiert, sobald die Gutschrift erfolgt ist, spätestens aber mit der nächsten Umschichtung. Dabei aggregieren wir die durchzuführenden Orders aller Kundenportfolios. So minimieren wir die Handelskosten.

Ich habe eine hohe Risikokategorie (VaR), warum ist mein Anteil an Aktien-ETFs so gering?
 

Um Ihre Risikovorgaben einzuhalten, wird Ihr Portfolio laufend überwacht und hinsichtlich seines Risikopotenzials analysiert. Deshalb kann es in Phasen, in denen Aktienmärkte kein attraktives Rendite-Risiko-Profil aufweisen und eine Überschreitung Ihres Verlustrisikos droht, eine risikomindernde Portfolioumschichtung weg von Aktien-ETFs und hin zu Anleihen-ETFs vorgenommen werden. Sobald sich die Märkte beruhigen und sich das Risiko-Rendite-Profil an den Aktienmärkten verbessert, werden auch wieder Aktien-ETFs in Ihr Portfolio allokiert.

Kann ich die Anlagestrategie nach der Anmeldung flexibel ändern?
 

Ja, die Anlagestrategie kann nach der Anmeldung geändert werden. Wir haben auf Basis Ihrer Anlageziele, Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen und Ihrer finanziellen Verhältnisse für Sie geeignete Anlagestrategien ermittelt. Sollten sich Veränderungen ergeben haben, können Sie die Geeignetheitsprüfung erneut durchführen und Ihre Risikokategorie anpassen. Sie können auch kostenlos Ihr VaR-Portfolio in ein ESG-Portfolio ändern und umgekehrt.

Loggen Sie sich dazu bitte in den Kundenbereich ein und öffnen Sie den Bereich “Profil”. Wählen Sie anschließend den Menüpunkt “Anlagestrategie” aus, wo Sie die Geeignetheitsprüfung erneut durchführen und Ihre Risikokategorie (VaR oder ESG) anpassen können.

Wir weisen darauf hin, dass in Ihrem Interesse ein Wechsel der Anlagestrategie wirklich nur dann erfolgen sollte, wenn sich Ihre Umstände geändert haben. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist es wichtig, dass Sie Ihre Anlagestrategie konsequent verfolgen und sich nicht von den täglichen Ereignissen auf dem Kapitalmarkt zu kurzfristigem Handeln verleiten lassen.

Wie verhält es sich mit Ausschüttungen?
 

Man unterscheidet ausschüttende und nicht-ausschüttende ETFs, wobei auch prinzipiell ausschüttende ETFs keine regelmäßige Ausschüttung garantieren. Ausschüttungen (bspw. Dividenden oder Zinsen) der von uns verwendeten ETFs werden Ihrem Verrechnungskonto gutgeschrieben und von uns automatisch wieder reinvestiert.

Lassen sich Risiken vorhersagen?
 
Wie funktioniert das dynamische Risikomanagement von Scalable Capital?
 
Wer trifft bei Scalable Capital die Anlageentscheidungen?
 

Zur Portfoliosteuerung setzen wir führende Technologie und neueste Erkenntnisse der Kapitalmarktforschung und der Finanzökonometrie ein. Anders als ein aktiver Vermögensverwalter nehmen wir keine Portfolioumschichtungen auf Grundlage von subjektiven Meinungen über Kursentwicklungen spezifischer Anlageklassen vor. Anpassungen der Portfolios sind im Wesentlichen die Folge von Abweichungen der Verlustrisiken oder Zielgewichte der aktuellen Portfolios von der gewählten Risikokategorie unserer Kunden.

Der eigentliche Handel, also die Ausführung der Wertpapieraufträge, findet jedoch durch ein reales Investment-Team statt, welches die Wertpapieraufträge überprüft, bündelt und schließlich an unsere Handelsbank weitergibt.

Damit stellen wir sicher, dass es immer noch eine menschliche Kontrollinstanz gibt, die allerdings nicht aktiv in das Portfoliomanagement eingreift, sondern das System weiterentwickelt, überwacht und prüft.

Gibt es die Möglichkeit auch mal gar nicht investiert zu sein, gleichzeitig aber das Geld bei Scalable Capital zu lassen?
 

In der Tat ist es gerade eines unserer Ziele, als automatisierter Vermögensverwalter emotionale Fehlentscheidungen, wie sie besonders in schwierigen Marktphasen häufig gemacht werden, zu vermeiden. Daher ist ein komplettes Umschichten des Depotvermögens in Tagesgeld auf Kundenwunsch nicht vorgesehen. Unser Anlagemodell selbst sieht für Portfolios mit dynamischem Risikomanagement (VaR) jedoch keine Höchstgrenze für Tagesgeld vor, daher ist im Falle extremer Marktturbulenzen auch eine vollständige Umschichtung in Tagesgeld denkbar.

Gibt es für die Anlagestrategien eine Benchmark?
 

Ja, für jede Anlagestrategie gibt es eine festgelegte Vergleichsgröße (sogenannte Benchmark). Als Benchmark wird eine aussagekräftige, der jeweiligen Risikoexposition entsprechende Morningstar® Fonds-Kategorie vereinbart.
Die Benchmarks der einzelnen Risikokategorien sind in den Kundendokumenten enthalten. Hierzu können Sie auch unsere Vertragsunterlagen durchlesen.

Anlageuniversum & ETF-Auswahl

Worin investiert Scalable Capital mein Geld genau?
 

Um Ihnen eine optimale Risikodiversifikation zu bieten, investieren wir für Sie global in alle wichtigen Anlageklassen: Aktien, Staatsanleihen, besicherte Anleihen (Pfandbriefe und Covered Bonds), Unternehmensanleihen, Immobilien, Rohstoffe und Geldmarkt.

Um Zugang zu diesen Anlageklassen zu bekommen, investieren wir ausschließlich in Exchange-Traded Funds (ETFs oder auch Indexfonds genannt), die bis zu sieben Anlageklassen mit bis zu 9.500 Einzelwerten aus bis zu 90 Ländern abbilden.

Eine Übersicht über den Auswahlprozess und die derzeit ausgewählten ETFs finden Sie im Bereich Anlageuniversum. Das Anlageuniversum unserer nachhaltigen Portofolios finden Sie hier.

Was sind ETFs?
 

Exchange-Traded Funds (ETFs) sind Investmentfonds, die die Wertentwicklung eines Börsenindex – wie beispielsweise den DAX – nachbilden, ohne dass ein Fondsmanager aktive Anlageentscheidungen trifft. Sie werden deshalb auch als passive Indexfonds bezeichnet. Wie ein Investmentfonds gibt Ihnen ein ETF Zugang zu einem breiten Portfolio aus Aktien, Anleihen oder anderen Anlagekategorien wie Rohstoffen oder Immobilien. Anders als aktiv gemanagte Investmentfonds sind sie aber sehr viel kostengünstiger, weil sie keine teuren Managementgebühren oder Aufgelder verlangen, die Ihre Rendite aufzehren. Da ETFs wie eine Aktie an Wertpapierbörsen gehandelt werden, bieten sie zudem börsentägliche Liquidität.

Kurzum: ETFs ermöglichen, breit gestreut und kostengünstig zu investieren.

Wie wählt Scalable Capital die ETFs aus?
 

Die Auswahl der ETFs erfolgt in einem umfangreichen, mehrstufigen Prozess. Die wichtigsten quantitativen und qualitativen Auswahlkriterien sind:

Niedrige Kosten – Die Vermeidung von Kosten ist eines der wichtigsten Kriterien für den langfristigen Anlageerfolg. Bei der Auswahl der ETFs achten wir insbesondere auf die Kennzahlen Total-Expense-Ratio (TER), die die Gesamtkosten der Indexnachbildung angibt, sowie auf die Total-Cost-of-Ownership (TCO), die die externen Handelskosten, wie Geld-Brief-Spannen, Steuern und Maklercourtagen berücksichtigt.

Hohe Liquidität – ETFs mit geringer Handelsliquidität haben in der Regel weitere Geld-Brief-Spannen, was die Handelskosten erhöht. Wir achten auf ETFs mit großen Anlagevolumina und mehreren Market-Makern, um die bestmögliche Handelbarkeit zu gewährleisten und die Handelskosten zu minimieren.

Geringer Tracking-Error – Der Tracking-Error gibt die Genauigkeit der Indexnachbildung an. Wir achten auf eine geringe Abweichung der ETF-Performance von dem zugrundeliegenden Index, um eine möglichst genaue Abbildung des vorgesehenen Anlagemarktes zu erreichen.

Angemessene Diversifikation – ETFs bilden meist sehr breite Marktindizes ab, mit dutzenden, oftmals auch hunderten oder tausenden von Einzelwerten. Diese breite Risikostreuung ermöglicht den Zugang zu den fundamentalen Renditetreibern der jeweiligen Anlageklasse, ohne hohe Einzelrisiken in Kauf zu nehmen. Sehr breit aufgestellte Indizes enthalten auf der anderen Seite jedoch einen so genannten Long-Tail, d.h. eine Anzahl an kleineren Unternehmen mit geringerer Liquidität und damit höheren Handelskosten. Unser Auswahlprozess achtet auf ein ausgewogenes und günstiges Verhältnis von Risikodiversifikation und impliziten Handelskosten der ETFs.

Sichere Replikationsmethode – ETFs werden in zwei grundsätzlichen Ausführungen angeboten: mit physischer und synthetischer Nachbildung des zugrundeliegenden Index.

Bei der physischen Replikation wird der Index durch den Kauf der einzelnen Indexbestandteile (beispielsweise der 30 Einzeltitel des DAX) nachgebildet.

Bei der synthetischen Replikation schließt der ETF-Anbieter eine Vereinbarung in Form eines Tauschgeschäfts („Swap“) mit einer Investmentbank, bei der die genaue Wertentwicklung des gewünschten Index zugesichert wird. Ein ETF auf Swap-Basis enthält somit nicht direkt die zugrunde liegenden Aktien. Wir achten bei der Auswahl auf die Verwendung von physisch replizierenden ETFs. Nur bei der Anlageklasse Rohstoffe, welche einen breiten Rohstoffkorb abbildet, werden ETFs mit synthetischer Nachbildung eingesetzt, da sich Rohstoff-ETFs nicht mit physischer Replikation darstellen lassen. Die Anlage in Gold tätigen wir über einen ETC (Exchange-traded Commodity). Dieses Wertpapier, eine börsengehandelte Schuldverschreibung, ist mit physischem Gold hinterlegt, das sicher für Sie in einem Banktresor verwahrt wird.

Nachhaltigkeit – Wo immer möglich, setzen wir nachhaltige ETFs ein. Diese ETFs tragen in Ihrem Namen meist Zusätze wie „ESG“ oder „ESG Screened“. Damit kennzeichnen ETF-Anbieter, dass bei der Zusammensetzung eines ETFs Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt werden. Das führt beispielsweise zum Ausschluss von Waffenherstellern oder Tabakfirmen.

Eine Übersicht über die derzeit verwendeten ETFs finden Sie im Bereich Anlageuniversum. Das Anlageuniversum unserer nachhaltigen Portfolios finden Sie hier.

Warum werden einzelne ETFs in meinem Portfolio als “Phase-Out” gekennzeichnet?
 

Identifiziert Scalable Capital in einer Anlageklasse einen geeigneteren ETF, wird der Austausch für Bestandskunden schrittweise durchgeführt. Im Gegensatz zu einem einmaligen Verkauf aller Alt-Anteile, kann so ein zusätzlicher Steueraufwand ggf. reduziert werden.

Zukäufe bei weiteren Einzahlungen, oder einer höheren Zielgewichtung dieser Anlageklassen werden ausschließlich im neuen ETF getätigt, während bei Verkäufen stets zunächst der Bestand des alten Produkts verringert wird. Der alte Fonds wird dem Kunden durch die Kennzeichnung “Phase-Out” angezeigt.

Gibt es eine Mindesthaltefrist für meine Anlage oder eine Mindestlaufzeit für meinen Vermögensverwaltungsvertrag?
 

Nein. Eine Mindesthaltefrist oder Mindestlaufzeit existiert nicht. Unser Service kann jederzeit gekündigt werden. Wir investieren ausschließlich in ETFs mit börsentäglicher Handelbarkeit, um Ihnen bestmögliche Liquidität zu bieten.

Ein längerer Anlagehorizont kann jedoch für die Geldanlage von Vorteil sein und Anlagerisiken reduzieren. Insbesondere im Falle von negativen Wertentwicklungen erhöht eine längere Haltedauer die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Portfolio wieder erholen kann.

Wie viel Geld sollte ich anlegen?
 

Wir raten unseren Kunden, eine sofort verfügbare Notfallreserve für unvorhergesehene Ereignisse bereitzuhalten, die mindestens für sechs Monate alle Ihre laufenden Ausgaben und Verpflichtungen abdecken sollte.

Der darüber hinaus verbleibende Teil Ihres liquiden Vermögens sollte langfristig, kostengünstig und breit diversifiziert angelegt werden.

Berücksichtigt Scalable Capital bei der Auswahl der ETFs auch steuerliche Kriterien?
 

Ja, auch steuerliche Kriterien finden bei der Auswahl der ETFs Beachtung. Wie wir auch hier erläutern, hat sich die steuerliche Behandlung von ETFs für den Privatanleger durch das Investmentsteuergesetz (InvStG) 2018 deutlich vereinfacht. Inländische und Ausländische Fonds werden mittlerweile nach derselben Systematik besteuert, daher werden seit Anfang 2018, anders als unter dem alten Steuerregime, nun auch ausländische thesaurierende Fonds eingesetzt.

Die Steuerlast wird direkt von der Depotbank abgeführt. Dadurch entsteht für den Privatanleger kein Mehraufwand in der Steuererklärung.

Investieren Sie auch in Short ETFs?
 

Nein, wir investieren derzeit ausschließlich in Long-only ETFs. Eine Übersicht über alle verwendeten ETFs finden Sie in unserem aktuellen Anlageuniversum.

Sind Sie bei der Investition an bestimmte ETFs aufgrund von Provisionsvereinbarungen gebunden?
 

Wir erhalten keine Kickbacks (Rückvergütungen) oder Provisionen, da wir davon überzeugt sind, dass nur eine wirklich unabhängige Vermögensverwaltung im besten Sinne des Kunden handeln kann. Falls wir solche Zuwendungen erhalten, verpflichten wir uns im Rahmen des Vermögensverwaltungsvertrages unseren Kunden diese Zuwendungen auszuzahlen. Nicht-finanzielle Zuwendungen nehmen wir nur an, wenn sie die Qualität der Vermögensverwaltung verbessern und den Kundeninteressen nicht entgegenstehen. Dabei kann es sich um Finanzanalysen, Informationsmaterial, Schulungen oder technische Dienste handeln.

Was passiert bei der Insolvenz eines ETF-Anbieters?
 

Sollte es zu einer Insolvenz eines ETF-Anbieters kommen, ist das vom ETF verwaltete Vermögen durch den Status als Sondervermögen vor der Insolvenz geschützt. Im Zuge des Insolvenzverfahrens werden die Insolvenzmasse sowie die Ansprüche der Gläubiger gegenüber dieser Insolvenzmasse bestimmt und die Gläubiger entsprechend Ihrem Anspruch bedient. Das von ETFs verwaltete Vermögen wird nicht Teil der Insolvenzmasse und ist dadurch vor dem Zugriff der Gläubiger der Kapitalanlagegesellschaft geschützt. Nur die Inhaber der Anteilsscheine der ETFs haben Anspruch auf Ihren pro rata Anteil des vom ETF verwalteten Vermögens.

Kosten

Wie hoch sind die Gesamtkosten von Scalable Capital?
 

Die Kosten der Wertpapierdienstleistungen bestehen aus der Vergütung des Vermögensverwalters Scalable Capital und der Transaktionskostenpauschale für den Wertpapierhandel der Depotbank und summieren sich auf 0,75 % p.a. Die Berechnung erfolgt tagesgenau auf Basis des durchschnittlichen verwalteten Kundenvermögens, die Abrechnung erfolgt monatlich getrennt jeweils für den Vermögensverwalter und die Depotbank. Die Abbuchung erfolgt von Ihrem Verrechnungskonto bei der Depotbank. Weitere Kosten, z.B. für die Konto- und Depotführung, fallen nicht an. Auch gibt es keine versteckten Kosten, Ausgabeaufschläge oder sonstige Provisionen. Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem Preis- und Leistungsverzeichnis.

Die Kosten der Finanzinstrumente (ETFs) summieren sich auf 0,15 % p.a. Sie sind bereits in den Marktpreisen enthalten und wären also auch von Anlegern zu tragen, die selbst mit Wertpapieren handeln. Es wird erwartet, dass diese Kosten im Zeitverlauf schwanken und es in turbulenten Märkten möglicherweise zu Spitzen kommt.

Die Depotführung ist kostenlos.

Wo kann ich meine gezahlten Gebühren einsehen?
 

In dem jeweiligen Portfolio können Sie Ihre gezahlten Gebühren und Steuern unter dem Menüpunkt “Wertentwicklung” einsehen. Für eine Anzeige der absoluten Werte müssen Sie zunächst den Schalter oben rechts von % auf € umlegen.

Erhält Scalable Capital Rückvergütungen, Provisionen oder sonstige finanzielle Zuwendungen von anderen Unternehmen?
 

Nein. Wir sind der Überzeugung, dass nur eine wirklich unabhängige Vermögensverwaltung im besten Sinne des Kunden handeln kann. Deshalb akzeptieren wir keine versteckten Kosten oder Ausgabeaufschläge. Falls wir solche Zuwendungen erhalten, verpflichten wir uns im Rahmen des Vermögensverwaltungsvertrags, Ihnen diese Zuwendungen auszuzahlen.

Nichtmonetäre Zuwendungen nehmen wir nur an, wenn sie die Qualität der Vermögensverwaltung verbessern und unseren Kundeninteressen nicht entgegenstehen. Dabei geht es beispielsweise um Finanzanalysen, Informationsmaterial, Schulungen oder technische Dienste. Die Annahme dieser Art der Zuwendungen legen wir Ihnen gegenüber selbstverständlich offen.

Wie hoch sind die Managementgebühren der ETFs?
 

Die Abbildung eines Index durch einen ETF ist für den Anleger in der Regel wesentlich günstiger als eine Anlage in herkömmliche Investmentfonds. Wir wählen für unsere Kunden möglichst kostengünstige ETFs aus.

Die Kosten der Finanzinstrumente (ETFs) summieren sich auf 0,15 % p.a. Sie sind bereits in den Marktpreisen enthalten und wären also auch von Anlegern zu tragen, die selbst mit Wertpapieren handeln. Es wird erwartet, dass diese Kosten im Zeitverlauf schwanken und es in turbulenten Märkten möglicherweise zu Spitzen kommt.

Werden die Gebühren für die Wertpapierdienstleistungen (insgesamt 0,75% p.a.) nach dem eingesetzten Kapital oder nach der Performance berechnet?
 

Die Berechnung erfolgt tagesgenau auf Basis des durchschnittlichen verwalteten Kundenvermögens, die Abrechnung erfolgt monatlich getrennt jeweils für den Vermögensverwalter und die Depotbank. Die Abbuchung erfolgt von Ihrem Verrechnungskonto bei der Depotbank.

Reporting & Steuern

Was passiert bei der Steueroptimierung?
 

Sollte Ihr Depot vor Jahresende Gewinne aufweisen, realisieren wir diese in Höhe des von Ihnen vergebenen Freistellungsauftrags. Dadurch werden Sie steuerlich günstiger gestellt, als wenn die Versteuerung sämtlicher Erträge erst am Ende des Anlagezeitraums erfolgt.

Wirkt sich die Steueroptimierung auf mein Broker-Portfolio aus?
 

Ja, es kann sich auf Ihr Broker-Portfolio auswirken. Dividenden, Kupons und SELL-Trades in den Broker-Portfolios können nach der Vermögenssteueroptimierung Mitte Dezember zu steuerpflichtigen Ereignissen führen. Vor der Steueroptimierung - zwischen Ende November und Mitte Dezember - haben Sie jedoch immer noch die Möglichkeit, sich telefonisch oder per E-Mail abzumelden.

Wo finde ich Informationen zu steuerlichen Fragen?
 

Für alle Fragen rund die Jahressteuerbescheinigung, Freistellungsaufträge oder die Abgeltungssteuer gibt es eine eigene Rubrik “Steuern” in unseren FAQs.
Bitte beachten Sie, dass Scalable Capital keine Steuerberatungsdienstleistungen erbringen kann.

Erhalte ich zusätzlich zu meinem Login weitere Reportings zu meinem Portfolio?
 

Ja, Sie erhalten quartalsweise einen Bericht über die Entwicklung Ihres Portfolios per PDF in Ihr Postfach bei Scalable Capital. Der Bericht enthält eine Übersicht über Performance, Benchmark, getätigte Geschäfte, Ausschüttungen und sonstige Kennzahlen rund um Ihr Portfolio.

Wie wird die prozentuale Rendite in der Kontoübersicht berechnet?
 

Für die Berechnung der prozentualen Rendite in Ihrem persönlichen Bereich unter https://de.scalable.capital/login verwenden wir die zeitgewichtete Methode. Die zeitgewichtete Rendite ist bereinigt um Ein- und Auszahlungen und erlaubt somit einen direkten Vergleich mit einer Benchmark oder einem anderen Portfolio.

Zur Berechnung der zeitgewichteten Rendite wird die gesamte Anlagedauer in unterschiedliche Zeiträume zerlegt. Immer wenn eine Ein- oder Auszahlung stattfindet, wird die Rendite bis zu diesem Zeitpunkt berechnet und ein neuer Zeitraum beginnt. Um die zeitgewichtete Rendite für die gesamte Anlagedauer zu erhalten, werden die Renditen der einzelnen Zeiträume multiplikativ miteinander verknüpft.

Warum unterscheidet sich meine prozentuale von meiner absoluten Rendite?
 

Die in der Kontoübersicht angezeigte zeitgewichtete Rendite ist bereinigt um Ein- und Auszahlungen. Deshalb kann es vorkommen, dass Ihr Portfolio eine positive oder negative prozentuale Rendite aufweist, weil sich das zugrundeliegende Portfolio im Zeitverlauf positiv oder negativ entwickelt hat, Ihre absolute Rendite kann aber trotzdem negativ oder positiv sein. Dies kommt insbesondere dann vor, wenn der Großteil Ihres Portfolios auf einem relativen Markthoch bzw. Markttief eingezahlt und investiert wurde.

Zwei extreme Beispiele zur Illustration:
Sie haben einen initialen Anlagebetrag von 10.000 Euro bei uns angelegt. Anschließend steigt der Markt um 50% und Ihr Portfolio steigt auf einen Wert von 15.000 Euro. Nehmen wir nun an, Sie würden zusätzlich 1.000.000 Euro auf Ihr Depot einzahlen und der Markt würde umgehend um 10% fallen. In diesem Fall würde Ihr Portfolio über 100.000 Euro an Wert verlieren (deutlich mehr als Ihr initialer Gewinn von 5.000 Euro). Trotzdem wäre die prozentuale Entwicklung Ihres Portfolios positiv (50% gestiegen und nur 10% gefallen).

Sie haben einen initialen Anlagebetrag von 10.000 Euro bei uns angelegt. Anschließend stürzt der Markt um 50% ab und Ihr Portfolio sinkt auf einen Wert von 5.000 Euro. Nehmen wir nun an, Sie würden zusätzlich 1.000.000 Euro auf Ihr Depot einzahlen und der Markt würde umgehend um 10% steigen. In diesem Fall würde Ihr Portfolio über 100.000 Euro an Wert gewinnen (deutlich mehr als Ihr initialer Verlust von 5.000 Euro). Trotzdem wäre die prozentuale Entwicklung Ihres Portfolios negativ (50% gefallen und nur 10% gestiegen).

Welche Informationen enthält der Jahresdepotauszug?
 

Sie erhalten zum Ende des Jahres Ihren Jahresdepotauszug. Dieser enthält die Bestände Ihres Depots, nicht aber das Vermögen auf Ihrem Verrechnungskonto.

Um einen Überblick über Ihr Portfolio inklusive Barbestand zu haben, loggen Sie sich unter https://de.scalable.capital/login ein.

Dort werden stets alle relevanten Informationen rund um Ihr Konto und Depot bereitgestellt.

Kündigung

Ist die Kündigung kostenlos?
 

Die Kündigung ist kostenfrei und jederzeit möglich.

Wie kann ich mein Scalable-Capital-Konto kündigen?
 

Bitte loggen Sie sich in Ihren Kundenbereich ein und klicken Sie auf “Profil” in der Menüleiste. Unter dem Punkt “Portfolios” finden Sie eine Auflistung Ihrer Portfolios und die jeweilige Option dieses zu kündigen. Sollten Sie unsere mobile App für Android oder iOS verwenden, dann müssen Sie im Bereich “Profil” die Produkte öffnen.

Sobald die Kündigung bei uns eingegangen ist, werden wir den Verkauf der Wertpapiere in Ihrem Portfolio in einem angemessenen Zeitraum anweisen. Schwebende Geschäfte werden vorher zur Abwicklung gebracht. Bitte beachten Sie, dass auch an Handelstagen eine taggleiche Ausführung nicht garantiert werden kann.

Als Kunde mit Depotführung bei der ING haben Sie zusätzlich die Option nur die Vermögensverwaltung zu kündigen (Wertpapiere behalten). Wenn Sie sich für diese Option entscheiden, dann wandelt die ING Ihr Scalable-Depot in ein Direkt-Depot und Ihr Scalable-Konto in ein Extra-Konto um. Die Wertpapiere werden nicht veräußert und verbleiben auf dem Direkt-Depot. Ihr Bargeldbestand verbleibt (nach Abzug der ausstehenden Vergütungsansprüche) auf dem Extra-Konto.

Nach Ihrer Kündigung können Sie sich weiterhin in Ihren persönlichen Bereich einloggen und Dokumente in Ihrer Mailbox abrufen. Dort erhalten Sie wichtige Dokumente, wie z.B. Ihre Jahressteuerbescheinigung. Sie können diese Dokumente bis zum Ablauf der geltenden Aufbewahrungsfristen in Ihrer Mailbox abrufen. Bei Bedarf kann der Zugang zu Ihrem persönlichen Bereich jedoch auch deaktiviert werden. Senden Sie uns hierzu bitte eine E-Mail.

Kann ich im Falle einer Kündigung mein Depot bei der Depotbank weiterführen oder die ETFs auf ein Depot bei einer anderen Bank übertragen lassen?
 

Im Falle einer Kündigung der Vermögensverwaltung bei Scalable Capital wird das verwaltete Depot aufgelöst. Ein Übertrag der zum Zeitpunkt der Auflösung gehaltenen Wertpapiere / ETFs in ein anderes Depot ist jedoch möglich.

Turquoise Line

Tages- & Festgeld

Tages- & Festgeldkonten

Wer kann ein Tages-, Fest- oder Flexgeldkonto eröffnen?
 

Das Angebot steht allen Kunden mit Depotführung bei der Baader Bank zur Verfügung, die zuerst ein Vermögensverwaltungsdepot eröffnet haben und Ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Das Angebot steht zur Zeit den Kunden zur Verfügung, die die o.g. Voraussetzungen erfüllen. Kunden, die zuerst den Broker-Account eröffnet haben - auch falls sie danach ein Vermögensverwaltungs-Portfolio angelegt haben sollten - haben derzeit noch keinen Zugriff auf die Tages-, Fest- oder Flexgeldangebote.

Was ist Tagesgeld?
 

Tagesgeld ist eine Anlagemöglichkeit auf Guthabenbasis, bei der Sie Ihr Geld ohne festgelegte Laufzeit mit einem variablen Zinssatz anlegen. Als Anleger können Sie jederzeit über Ihr Guthaben verfügen, sich dieses teilweise oder ganz auszahlen lassen oder zusätzliche Einzahlungen leisten. Somit bietet Tagesgeld Flexibilität bei gleichzeitiger Verzinsung. Bei Tagesgeldangeboten erhalten Sie je nach Partnerbank monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich Zinszahlungen. Die Zinsen werden auf Ihrem Tagesgeldkonto wieder angelegt und somit im nächsten Zinsintervall mitverzinst. Sie profitieren also vom Zinseszinseffekt.

Was ist Tagesgeld mit festem Sparbetrag?
 

Tagesgeld-Angebote, die mit dem Zusatz „Fester Sparbetrag“ gekennzeichnet sind, unterscheiden sich in folgenden Punkten von herkömmlichen Tagesgeld-Angeboten:

  1. Sie entscheiden sich für einen festen Sparbetrag, den Sie auf einmal einzahlen. Die Summe können Sie nicht nachträglich aufstocken oder sich teilweise auszahlen lassen. Sie können das Sparkonto nur vollständig kündigen.
  2. Nach einer Kündigung, die jederzeit möglich ist, erhalten Sie Ihren Sparbetrag innerhalb der angegebenen Auszahlungsfrist auf Ihr Referenzkonto ausgezahlt. Ihr Sparbetrag wird bis zur Auszahlung weiterhin verzinst.
  3. Die Zinsen sind in der Regel höher als bei gewöhnlichen Tagesgeldkonten.
Was ist Festgeld?
 

Festgeld ist eine Anlagemöglichkeit, bei der Sie einen festen Betrag einmalig mit einer festen Laufzeit zu einem im Voraus vereinbarten, festen Zinssatz anlegen. Bei Festgeldangeboten sind unterschiedliche Zeitpunkte der Zinsgutschrift möglich. Abhängig von der jeweiligen Bank werden Zinsen zum Ende der Laufzeit oder in bestimmten Intervallen ausgezahlt.

Was ist Flexgeld?
 

Flexgeld vereint Vorteile von Festgeld und Tagesgeld. Sie vereinbaren ähnlich wie bei Festgeld zu Beginn eine Laufzeit und einen fixen Zinssatz. Dieser ist aufgrund der Laufzeitbindung meist höher als die üblichen Tagesgeldzinssätze, aber niedriger als die Zinssätze für Festgeld mit gleicher Laufzeit. Allerdings haben Sie bei Flexgeld jederzeit die Möglichkeit, Ihre Anlage vor Ende der Laufzeit zu kündigen. In diesem Fall würden Sie den Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung (Basiszins) erhalten, der niedriger als der für die volle Laufzeit vereinbarte Zinssatz ist. Bei Flexgeld haben Sie somit zum einen den Vorteil einer (im Vergleich zum Tagesgeld) relativ hohen und fixen Verzinsung über die gesamte Laufzeit und zum anderen den Vorteil der kurzfristigen Verfügbarkeit.

Wie kann ich das Angebot nutzen?
 

Scalable Capital bietet Ihnen Zugang zu den Tages-, Fest- und Flexgeldangeboten der Partnerbanken des Kooperationspartners Raisin. Auf der Grundlage Ihres gewünschten Sparbetrages erhalten Sie eine Übersicht der verfügbaren Angebote. Der Mindestsparbetrag für die Tages-, Fest- und Flexgeldangebote beträgt 500 Euro. Einzelne Partnerbanken können auch höhere Mindestsparbeträge voraussetzen.

Die erfolgreiche Inanspruchnahme der Tages-, Fest- und Flexgeldangebote setzt voraus, dass Sie entsprechende Verträge mit Raisin, der Raisin Bank und der entsprechenden Partnerbank abschließen. Raisin stellt im Wesentlichen eine Plattform zur Verfügung, auf der Tages-, Fest- und Flexgeldangebote ihrer Partnerbanken eingestellt sind. Die Raisin Bank führt das entsprechende Verrechnungskonto für Zahlungsvorgänge zwischen Ihrem Referenzkonto (Girokonto) und dem Tages-, Fest- oder Flexgeldkonto bei der jeweiligen Partnerbank. Ihre Tages-, Fest- und Flexgeldkonten werden Ihnen in Ihrem persönlichen Kundenbereich von Scalable Capital angezeigt.

Wann und wo werden mir Zinsen gutgeschrieben?
 

Das hängt von den Vertragsbedingungen der jeweiligen Partnerbank ab. Bei Tagesgeldangeboten erhalten Sie in der Regel in unterschiedlichen Intervallen Zinszahlungen (meist monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich). Die Zinsen werden meist auf Ihrem Tagesgeldkonto wieder angelegt und somit im nächsten Zinsintervall mitverzinst. Sie profitieren hier vom Zinseszinseffekt. Bei Festgeldangeboten gibt es unterschiedliche Arten der Zinsgutschrift. Bei einigen Banken werden Zinsen nur zum Ende der Laufzeit ausgezahlt und zusammen mit dem Sparbetrag gutgeschrieben. Bei anderen Banken erhalten Sie in bestimmten Intervallen Zinszahlungen.

Wie ist mein Geld geschützt? Welche Risiken gibt es?
 

Raisin kooperiert ausschließlich mit Partnerbanken, die in der Europäischen Union (EU) oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ansässig sind. Alle Mitgliedstaaten der EU haben sich darauf verständigt, nach harmonisierten europäischen Vorgaben nationale Einlagensicherungssysteme zu schaffen. Auch die Länder des EWR, die nicht Mitglieder der EU sind (z. B. Norwegen), haben Einlagensicherungssysteme eingerichtet.

Diese Einlagensicherungssysteme springen bis zu einem gewissen Sicherungsbetrag (in der EU grds. bis zu einem Gegenwert i.H.v. 100.000 Euro) ein, wenn eine Bank nicht in der Lage ist, die Einlagen ihrer Kunden zurückzuzahlen. Diese Form der Anlagemöglichkeit gilt daher bis zu diesem Sicherungsbetrag als relativ sicher. Dennoch gibt es auch hier Risiken zu beachten. Dazu zählen insbesondere das Emittenten-, Transfer- und Währungsrisiko sowie rechtliche Risiken. Sie finden weitere Hinweise (auch zu den anwendbaren Regeln der jeweiligen Einlagensicherung) in den vorvertraglichen Informationen und Vertragsbedingungen von Raisin, der Raisin Bank sowie der jeweiligen Partnerbank.

Sind Zinserträge aus Tages-, Fest- oder Flexgeldern steuerpflichtig?
 

Zinserträge sind in der Regel steuer- und/oder abgabenpflichtig. Unter Umständen können auch Quellensteuern im Ausland einbehalten werden. Bei Fragen sollten Sie sich an die für Sie zuständige Steuerbehörde oder Ihren steuerlichen Berater wenden.

Wie lege ich an?
 

Anlagen in Tages-, Fest- und/oder Flexgeld stehen aktuell Kunden der Vermögensverwaltung von Scalable Capital mit Depotführung bei der Baader Bank zur Verfügung. Die Anlage in Tages-, Fest- und/oder Flexgeld ist nicht Bestandteil des Vermögensverwaltungsmandats.

Die Anlage erfolgt ganz einfach in wenigen Schritten:

  1. Über den Menüpunkt „Produkt hinzufügen“ Sparprodukte auswählen und gewünschten Sparbetrag eingeben
  2. Angebote prüfen

    • Sie erhalten eine Übersicht der Angebote für Tages-, Fest- und Flexgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten samt Zinssatz und erwarteter Rückzahlung in Euro.

    • Detailansicht: alle Konditionen von Verzinsung und Zinsintervall über Informationen zur Bank bis zur Einlagensicherung.


  3. Auswählen und eröffnen

    • Wählen Sie ein Angebot aus, müssen Sie je nach Partnerbank einige zusätzliche Angaben machen, etwa zu Einkommen und Vermögen. Gegebenenfalls ist auch eine erneute Legitimierung per Postident-Verfahren notwendig.

    • Nach der Auswahl wird für Sie über unseren Kooperationspartner Raisin bei der zugehörigen Raisin Bank ein Verrechnungskonto angelegt.


  4. Sparbetrag überweisen

    • Überweisen Sie den Sparbetrag von Ihrem Girokonto auf das Verrechnungskonto bei der Raisin Bank. Die IBAN und den korrekten Verwendungszweck zur Zuordnung Ihrer Überweisung entnehmen Sie der Bestätigung zur Kontoeröffnung. Wichtig: der Sparbetrag muss in einer einzigen Überweisung eingezahlt werden.


Sobald Ihr Sparbetrag bei der Raisin Bank eingegangen ist, wird die Raisin Bank, die die Funktion übernimmt, den in- und ausländischen Zahlungsverkehr durchzuführen, den Sparbetrag zu der von Ihnen gewählten Partnerbank überweisen.

Gibt es einen Mindestsparbetrag?
 

Der Mindestsparbetrag für Tages-, Fest- und Flexgeldanlagen, die Sparer über Scalable Capital abschließen können, beträgt 500 Euro. Im Einzelnen ist der Mindestsparbetrag von den Angeboten der Partnerbanken abhängig. Somit ist es möglich, dass zeitweise nur Angebote mit höheren Mindestsparbeträgen verfügbar sind.

Wie schnell komme ich an mein Tagesgeld?
 

Tagesgeld ist täglich vollständig verfügbar. Bei einer Auszahlung wird Ihnen der Betrag innerhalb von zwei Bankarbeitstagen überwiesen.

Tagesgeld mit festem Sparbetrag können Sie jederzeit kündigen. Die angelegte Summe wird nach Ablauf der jeweils angegebenen Auszahlungsfrist ausgezahlt. Ihr Sparbetrag wird bis zur Auszahlung weiterhin verzinst.

Was ist das Sparkonto?
 

Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme eines Tages-, Fest- oder Flexgeldangebots wird die Raisin Bank für Sie ein Verrechnungskonto eröffnen. Dieses Konto dient als Verrechnungskonto, von dem die eingezahlten Sparbeträge zu der jeweils ausgewählten Partnerbank fließen. Auch Auszahlungen werden über dieses Konto abgewickelt und von dort auf Ihr hinterlegtes Girokonto (Referenzkonto) bei Ihrer Hausbank überwiesen.

Welche Rolle hat Scalable Capital?
 

Scalable Capital bietet Ihnen kostenlos Zugang zu den Tages-, Fest- und Flexgeldangeboten unseres Kooperationspartners Raisin. Scalable Capital wird auf Basis der in Tages-, Fest- oder Flexgeldkonten angelegten Gelder von Raisin vergütet. Scalable Capital geht mit Ihnen im Hinblick auf die Tages-, Fest- und Flexgeldangebote kein Vertragsverhältnis ein und schuldet insbesondere keine Vermittlung, Beratung oder Prüfung der Tages-, Fest- und Flexgeldangebote.