Zu viel Cash ist nicht King

1. Oktober 2020  |  Nicolas Zeitler
Asset CashKing 1600
Viel Bargeld auf dem Broker-Konto mindert Ihre Renditechancen. Zudem verliert Cash auf Dauer durch die Inflation an Wert. Erfahren Sie, welche Alternativen Sie haben.

Mit einem hohen nicht investierten Guthaben auf dem Broker-Konto tun Sie sich auf Dauer keinen Gefallen. Langfristig ist es lohnender, möglichst in Wertpapiere investiert zu sein und die Cash-Quote niedrig zu halten. Halten Sie den Zeitpunkt nicht für geeignet, ein bestimmtes Wertpapier auf Ihrer Watchlist zu kaufen, können Sie das dafür vorgesehene Geld zunächst in andere Wertpapiere investieren:

Inflationsschutz: Bestimmte Wertpapiere bieten die Chance, den Wertverlust durch die Teuerung auszugleichen. Optionen hierfür sind zum Beispiel:

Breit diversifizierte Anlage am Aktienmarkt: Tut sich aus Ihrer Sicht keine Kaufgelegenheit für Einzelwerte auf ihrer Watchlist auf, können Sie stattdessen breit gestreut am internationalen Aktienmarkt anlegen. Dabei lassen sich verschiedene Schwerpunkte setzen, beispielsweise mit den folgenden ETFs:

Wie hoch sollte der Cash-Anteil sein?

Die Cash-Quote ist das investierbare Guthaben auf Ihrem Broker-Konto im Verhältnis zum Portfoliowert in Prozent. Wie hoch sie sein sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Richtwert sind fünf bis zehn Prozent. Ihre individuelle Cash-Quote kann davon abweichen und sich nach Marktphasen und Ihren Anlagevorhaben richten. Bedenken Sie, dass

...ausreichend Guthaben Sie handlungsfähig macht: Wollen Sie Wertpapiere kaufen, beachten Sie die Mindestordergröße (beim Scalable Broker: 250 Euro) und die Preise der Wertpapiere auf Ihrer Watchlist.

...zu viel nicht investiertes Geld Sie Rendite kostet. Ein Beispiel: Mit einer Anlage in den DAX über 20 Jahre hätten Sie in der Vergangenheit im Schnitt jährlich eine Rendite von 8,8 Prozent erzielt. Aus 1.000 investierten Euro wären in einem Jahr 1.088 Euro geworden. Lassen Sie 1.000 Euro uninvestiert auf Ihrem Broker-Konto liegen, verzichten Sie im Jahr also im Schnitt auf 88 Euro Rendite. Auf zehn Jahre hochgerechnet kosten Sie nicht investierte 1.000 Euro wegen des Zinseszinseffekts 1.324 Euro. (Hinweis: Weder vergangene Wertentwicklungen noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen.)

Warum ein zu hoher Cash-Anteil doppelt schädlich ist

Mit nicht investiertem Geld auf dem Broker-Konto erzielen Sie nicht nur keine Rendite. Sie setzen den Betrag auch ungeschützt dem Wertverlust durch die Inflation aus. Bei einer Teuerungsrate von 1,4 Prozent wie im Jahr 2019 haben 1.000 Euro schon ein Jahr später nur noch eine Kaufkraft von 986,19 Euro. Auf Dauer führen überhöhte Cash-Positionen zu erheblichen Wertverlusten.

Neue Gelegenheit zum Kauf ohne Verzögerung nutzen

Auch wenn Sie Cash vorübergehend in eines der oben genannten Wertpapiere investieren, bleiben Sie flexibel: Tut sich eine Gelegenheit zum Kauf eines anderen Wertpapiers auf, können Sie die Papiere zu den Handelszeiten verkaufen und den Erlös direkt zum Kauf anderer Wertpapiere einsetzen. Nutzen Sie unseren PRIME Broker, können Sie mit der Trading-Flatrate für 2,99 Euro im Monat unbegrenzt handeln.

Bild: Ben Harritt, unsplash.com

Risikohinweis – Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Weder vergangene Wertentwicklungen noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Wir erbringen keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Sollte diese Website Informationen über den Kapitalmarkt, Finanzinstrumente und/oder sonstige für die Kapitalanlage relevante Themen enthalten, so dienen diese Informationen ausschließlich der allgemeinen Erläuterung der von Unternehmen unserer Unternehmensgruppe erbrachten Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Bitte lesen Sie auch unsere Risikohinweise und Nutzungsbedingungen.

 

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Nicolas Zeitler
Financial Editor
Nicolas ist Redakteur mit den Themenschwerpunkten Finanzen und Digitales. Zuletzt leitete er die Finanzredaktion beim Vergleichsportal Check24. Erste journalistische Sporen verdiente er sich beim Münchner Merkur. Anschließend arbeitete er für das IT-Wirtschaftsmagazin CIO und die Agenturen Grasundsterne und Fischerappelt. Nicolas hat Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert.