Rendite durch Staking: Das kann Bitcoin nicht

30 March 2022  |  Igor Hirsch
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Gewinn mit Kryptowährungen wird vor allem durch Kurssteigerungen erzielt. Mit dem Staking von Coins wie Polkadot oder Tezos gibt es eine weitere Möglichkeit, Geld mit Cryptos zu verdienen – Rewards. Gemeinsam mit anderen Coins, die das Proof-of-Stake-Verfahren nutzen, werden sie immer beliebter – und sind zudem nachhaltiger als der Bitcoin.

Der Bitcoin ist die älteste Kryptowährung und die mit der größten Marktkapitalisierung. Etwa die Hälfte des Geldes in Kryptowährungen weltweit steckt im Bitcoin. Seine Bekanntheit und Handelbarkeit (Liquidität) ist eine seiner Stärken. Doch wie andere Cryptos schwankt der Bitcoin stärker im Wert als beispielsweise die allermeisten Aktien. Wer mit einem Investment in Kryptowährungen wie Bitcoin Gewinne erzielen möchte, hofft auf Wertsteigerungen. Beim Handel ist es vor allem wichtig, die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu erwischen, was allerdings nicht immer einfach ist. Wiederkehrende Gewinnausschüttungen wie beispielsweise Dividenden bringen klassische Cryptos wie der Bitcoin dagegen nicht.

Im Gegensatz dazu können neuere Kryptowährungen wie Cardano, Polkadot, Solana und Tezos, die auf der Methode „Proof of Stake“ (PoS) beruhen, durch das sogenannte Staking den Investierenden wiederkehrende Erträge einbringen. Staking wird unter Crypto-Fans immer beliebter. Auch Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, möchte mit einem Systemupdate Staking bald ermöglichen.

Wie funktioniert Staking – und was haben Anleger davon?

Staking kann Anlegerinnen und Anlegern Belohnungen (Rewards) einbringen, wenn sie zuvor gekaufte Coins ihrer Kryptowährung zum Erweitern der Blockchain im PoS-Verfahren einsetzen. Je mehr Coins Sie dafür beim nativen Staking freigeben, desto höher ist ihre Chance auf Belohnungen. Die Rewards lassen sich vereinfacht gesagt wie eine Art Kaution ansehen.

Bei Crypto-ETPs wird bequemerweise im Hintergrund immer ein festgelegter Teil der hinterlegten Coins gestaked. Die so eingenommen Rewards werden zu gewisser Höhe von CoinShares dem Investor (Coin-entitlement) zugeteilt.

Ein Beispiel: Anlegerin A zahlt 100 Coins in das Netzwerk ein und Anleger B 1.000. Die Wahrscheinlichkeit von A, ihren neuen Block an die Blockchain hängen zu können, ist zehnmal größer als die von B. Über einen Algorithmus wird anhand der Währungsanteile der Anlegerinnen und Anleger festgelegt, wer den nächsten Block erstellen darf. Wer das Rennen macht, erhält eine Belohnung. Die Belohnungen für neue Blöcke bringen über das Jahr gesehen feste Erträge in der jeweiligen Kryptowährung – vergleichbar zu Zinsen in der klassischen Geldanlage.

Staking: Warum kann der Bitcoin das nicht?

Die Erweiterung der Bitcoin-Blockchain funktioniert nicht wie bei Cardano und Co. mittels PoS, sondern mittels der Methode „Proof of Work“ (PoW). Sogenannte Miner verwenden hier Rechenleistung, um den nächsten Block zur Blockchain hinzufügen zu können und werden mittels des sogenannten Blockrewards dafür entlohnt. Damit sind jedoch hohe Anschaffungskosten für die Hardware sowie ein erheblicher Energieaufwand verbunden. Laut dem Cambridge Centre for Alternative Finance beansprucht das weltweite Bitcoin-Mining rund 140 Terawattstunden Elektrizität im Jahr, etwa ein Viertel des jährlichen deutschen Stromverbrauchs. Einige Experten sehen deswegen PoW mitunter als überholt an. PoS ist unstrittig die nachhaltigere und einfachere Methode, um neue Coins in die Welt zu bringen.

Staking auch mit Crypto-ETPs

Staking ist nicht nur beim „physischen“ Halten von Coins möglich, sondern auch bei Investments in Crypto-ETPs. Über ETPs wie jene unseres Partners CoinShares ist es zudem besonders einfach, da keine eigene Hard- oder Software benötigt wird. Investiere ich im Scalable Broker oder über Scalable Crypto mittels Crypto-ETPs in eine Währung wie Cardano oder Polkadot, wird ein Teil der Coins, die für die von CoinShares herausgegebenen ETP-Anteile bei einer zertifizierten Verwahrstelle hinterlegt wurden, zum Staking freigegeben. Die erzielten Rewards werden in unten genannter Höhe an Investorinnen oder Investoren weitergegeben. Diese werden täglich auf das sogenannten Coin-Entitlement (Crypto-Bezugsanspruch) des ETPs (Exchange-Traded Products) gutgeschrieben.

Staking Rewards sind wie Zinsen

Gebühren und Rewards von Crypto-ETPs

Asset Table Finanzplanung Staking

Aktuell können Sie bei Scalable Crypto folgende Kryptowährungen neben dem Bitcoin über Crypto-ETPs auf regulierten Börsen wie gettex oder Xetra handeln: Cardano, Ethereum, Litecoin, Polkadot, Ripple, Solana und Tezos. Welche Crypto-ETPs Staking ermöglichen, erkennen Sie anhand des Namens: Er enthält das Stichwort „Staked“. Crypto-ETPs erlauben einen einfachen Handel von Kryptowährungen wie mit Aktien oder ETFs. Crypto-ETPs bilden dabei den Wertverlauf einer zugrundeliegenden Kryptowährung ab – die Coins sind bei einer Verwahrstelle „physisch“ hinterlegt.

Gibt es Nachteile und Risiken beim Staking?

Für einige Crypto-Fans dürfte ein Nachteil des Stakings über Crypto-ETPs darin liegen, dass sie dabei ihre Coins in fremde Hände geben: „Not your key, not your coins“. Das ist jedoch kein für Staking spezifisches Problem. Auch beim Halten beziehungsweise Staken der Coins auf einer Kryptobörse besitzt man die Keys nicht. Bei den ETPs unseres Partners CoinShares werden die entsprechenden Coins zudem sicher bei einer zertifizierten Verwahrstelle hinterlegt.

Staking mit Crypto-ETPs: Wer teilt, gewinnt

Das Staking über Crypto-ETPs bietet für Anlegerinnen und Anleger weitere Vorteile gegenüber dem nativen Staking auf Kryptobörsen:

  • Vereinfachte Besteuerung: Staking-Rewards müssen versteuert werden. Beim Investieren in Cryptos mittels ETPs geschieht das beim Verkauf der Crypto-ETPs. Hier fällt nur einmalig die Kapitalertragsteuer für Kursgewinne und Staking-Rewards an. Beim nativen Staking wird hingegen jeder Reward mit dem individuellen Einkommensteuersatz versteuert.
  • Flexibilität und Liquidität: Es gibt keine „Bindungs-“ oder „Sperrfristen“ für Anlegerinnen und Anleger. Sie erhalten die Rewards vom ersten Tag ihres Investments an und können die Crypto-Position (inklusive Rewards) jederzeit verkaufen. Beim nativem Staking gibt es hingegen üblicherweise Zeiträume, in denen die Coins nicht verkauft werden können oder keine Rewards bringen.
  • Weniger Konten: Crypto-ETPs können wie Aktien im Scalable Broker gehandelt werden. Es ist kein zusätzliches Konto für eine Wallet bei einer Kryptobörse notwendig. Weiterhin können Anlegerinnen und Anleger über Scalable Crypto in Kryptowährungen inklusive direkter Umrechnung in die jeweilige Währung investieren. Hierbei werden im Hintergrund Crypto-ETPs gekauft.

Risikohinweis – Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Weder vergangene Wertentwicklungen noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Wir erbringen keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Sollte diese Website Informationen über den Kapitalmarkt, Finanzinstrumente und/oder sonstige für die Kapitalanlage relevante Themen enthalten, so dienen diese Informationen ausschließlich der allgemeinen Erläuterung der von Unternehmen unserer Unternehmensgruppe erbrachten Wertpapierdienstleistungen. Bitte lesen Sie auch unsere Risikohinweise und Nutzungsbedingungen.

 

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Igor Hirsch
Financial Editor
Igor ist Redakteur mit den Themenschwerpunkten Geldanlage und Börse. Er arbeitete zuvor als Redakteur bei Finanzen100 und dem Branchendienst für Vermögensverwalter Citywire. Davor war er als selbständiger Finanzberater (§ 34d und § 34f) tätig. Er ist Diplom-Kulturwissenschaftler mit dem Hauptfach Wirtschafts- und Sozialgeschichte und studierte an der Universität des Saarlandes.